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Beschreibung
vor 18 Stunden
Hier kommt die fünfte Episode der SID-Spezialreihe gemeinsam mit
dem House of Energy und m3 Management Consulting.
Ein Flughafen ist mehr als Start- und Landebahnen. Er ist eine
kleine Stadt. Rund um die Uhr betriebsbereit, hochgradig
vernetzt, energieintensiv und auf maximale Zuverlässigkeit
ausgelegt. Allein der Flughafen Frankfurt verbraucht so viel
Strom wie eine mittelgroße deutsche Stadt.
Doch wie dekarbonisiert man ein solches System, ohne
seine Stabilität zu gefährden?
Darüber sprechen wir mit Dr. Stefan Schulte,
Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, und Prof. Dr.-Ing. Peter
Birkner, Geschäftsführer des House of Energy.
Im Mittelpunkt steht die Transformation einer kritischen
Infrastruktur, die gleichzeitig funktionieren und sich verändern
muss. Fraport verfolgt das Ziel, die eigenen
Treibhausgasemissionen bis 2045 auf Netto-Null zu senken. Der Weg
dorthin führt über Energieeffizienz, Elektrifizierung,
Photovoltaik, Grünstrom und neue Formen des
Energiemanagements.
Gleichzeitig macht das Gespräch deutlich, dass die Verantwortung
eines Flughafenbetreibers Grenzen hat. Fraport kann die
Infrastruktur am Boden gestalten, Energiebedarfe absichern und
Emissionen des eigenen Betriebs reduzieren. Die Dekarbonisierung
des eigentlichen Flugverkehrs liegt dagegen maßgeblich bei
Airlines, Herstellern, Kraftstoffanbietern und politischen
Rahmenbedingungen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion ist die Frage, wie
Innovation unter realen Betriebsbedingungen gelingt. Der
Flughafen wird dabei zum Reallabor für neue Technologien,
intelligente Ladestrukturen und sektorübergreifende
Energiesysteme. Immer wieder zeigt sich dabei ein Spannungsfeld,
das viele Transformationsprojekte prägt: Zwischen ambitionierten
Zielen und praktischer Umsetzbarkeit liegen oft regulatorische,
technische und wirtschaftliche Herausforderungen.
Die Diskussion macht deutlich: Dekarbonisierung entsteht nicht
durch einzelne Maßnahmen. Sie ist das Ergebnis vieler hundert
Entscheidungen, die in einem laufenden System getroffen werden
müssen. Der eigentliche Wandel findet dabei nicht in Visionen
statt, sondern im täglichen Betrieb.
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