Die Macht der Akte – Wenn Diagnosen Wirklichkeit werden

Die Macht der Akte – Wenn Diagnosen Wirklichkeit werden

vor 1 Tag
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Beschreibung

vor 1 Tag
Diagnosen können Orientierung geben. Sie können Eltern entlasten,
Zusammenhänge erklären und Zugänge zu Unterstützung eröffnen. Für
viele Familien bedeutet eine Diagnose zunächst Erleichterung:
Endlich gibt es Worte für das, was lange schwer einzuordnen war.
Doch was passiert, wenn Diagnosen nicht mehr beschreiben, sondern
bestimmen? In dieser Folge von Kinderschutz im Dialog – der
Systemversteher-Podcast sprechen Alexandra Voß und Carsten Schüler
über die Macht von Akten, Zuschreibungen und festgeschriebenen
Diagnosen. Wie stark prägen früh formulierte Einschätzungen die
weitere Sicht auf Kinder und Jugendliche? Wann wird Verhalten nur
noch durch die Brille einer Diagnose betrachtet und wann verlieren
wir dabei den Blick auf das individuelle Erleben und die
tatsächlichen Bedürfnisse eines Kindes? Aus systemischer
Perspektive stellt sich die Frage: Helfen Diagnosen dabei, Kinder
besser zu verstehen oder begrenzen sie unseren Blick auf
Entwicklungsmöglichkeiten? Arbeiten wir noch mit dem Menschen oder
zunehmend mit seiner Akte? Eine Folge über Sprache, Zuschreibungen,
professionelle Haltung und die Verantwortung, Kinder immer wieder
neu zu sehen jenseits dessen, was bereits über sie geschrieben
wurde. Denn Kinderschutz beginnt dort, wo wir Menschen nicht auf
Diagnosen reduzieren.
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