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Beschreibung
vor 1 Tag
In der Schweiz werden immer weniger Kinder geboren. Jetzt werden
auf politischer Ebene bessere Rahmenbedingungen für Familien
gefordert. Welche Massnahmen es braucht, und welche etwas nützen,
ist umstritten. Obwohl die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung einen
Kinderwunsch hat, ist die Geburtenrate auf einem historischen
Tiefstand: Frauen bekommen im Schnitt nur noch 1,29 Kinder –
deutlich weniger als die 2,1, die es - ohne Zuwanderung - für eine
stabile Bevölkerung bräuchte. Die Gründe für diese Entwicklung sind
vielfältig. Hohe Kosten für Wohnen, Kinderbetreuung und
Lebenshaltung machen die Familienplanung oft zur finanziellen
Herausforderung. Auch das durchschnittliche Alter bei der ersten
Geburt steigt – heute liegt es bei über 31 Jahren. Wer später
Kinder bekommt, hat insgesamt weniger Zeit für weitere.
Gleichzeitig bleibt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
schwierig, trotz Fortschritten bei Teilzeit und Betreuung. Hinzu
kommen gesellschaftliche Veränderungen. Immer mehr Menschen
verschieben Kinder zugunsten von Ausbildung und Karriere. Der
Anteil der Personen, die sich bewusst gegen Nachwuchs entscheiden,
ist innert 10 Jahren von 6 auf 17 Prozent gestiegen. Muss der Staat
reagieren? Ja, sagt der Berner EVP-Nationalrat Marc Jost. Er hat
eine entsprechende Motion eingereicht. Mit dem nationalen
Aktionsplan «Futura Sicura» sollen familien- und kinderfreundliche
Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Geburtenrate zu
steigern. Diskutiert werden Massnahmen wie günstigere
Kinderbetreuung, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder
finanzielle Anreize. Pro/Contra Für Massnahmen spricht, dass die
Folgen einer tiefen Geburtenrate langfristig spürbar sind: Die
Bevölkerung altert, und das Renten- und Sozialsystem gerät unter
Druck. Die Strategie, dieses Defizit durch Zuwanderung
auszugleichen, führt zu gesellschaftlichen und politischen
Spannungen. Gegnerinnen und Gegner finden, dass sich der Staat
nicht direkt in die Familienplanung einmischen soll. Gute
Rahmenbedingungen für Familien seinen wichtig, aber dafür seien
Kantone und Gemeinden verantwortlich. Massnahmen wie bezahlbare
Kita-Plätze, Steuererleichterungen für Familien etc., würden die
Staatskasse zu fest belasten. Zudem zeigen Studien und Erfahrungen
aus dem Ausland, dass solche Instrumente meist nur einen begrenzten
Effekt haben. Welche Massnahmen kommen in Frage um die Geburtenrate
zu steigern und hätten sie die gewünschte Wirkung? Und soll sich
der Staat überhaupt in die Familienplanung einmischen? Darüber
diskutieren im Forum: · Ja zu staatlichen Massnahmen: Marc Jost,
Nationalrat EVP/BE · Nein zu staatlichen Massnahmen: Sarah Fuchs,
Kantonsrätin FDP/ZH · Hendrik Budliger, Demografie-Experte Die
Sendung wird auch Live im Fernsehen auf SRF 1 übertragen.
auf politischer Ebene bessere Rahmenbedingungen für Familien
gefordert. Welche Massnahmen es braucht, und welche etwas nützen,
ist umstritten. Obwohl die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung einen
Kinderwunsch hat, ist die Geburtenrate auf einem historischen
Tiefstand: Frauen bekommen im Schnitt nur noch 1,29 Kinder –
deutlich weniger als die 2,1, die es - ohne Zuwanderung - für eine
stabile Bevölkerung bräuchte. Die Gründe für diese Entwicklung sind
vielfältig. Hohe Kosten für Wohnen, Kinderbetreuung und
Lebenshaltung machen die Familienplanung oft zur finanziellen
Herausforderung. Auch das durchschnittliche Alter bei der ersten
Geburt steigt – heute liegt es bei über 31 Jahren. Wer später
Kinder bekommt, hat insgesamt weniger Zeit für weitere.
Gleichzeitig bleibt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
schwierig, trotz Fortschritten bei Teilzeit und Betreuung. Hinzu
kommen gesellschaftliche Veränderungen. Immer mehr Menschen
verschieben Kinder zugunsten von Ausbildung und Karriere. Der
Anteil der Personen, die sich bewusst gegen Nachwuchs entscheiden,
ist innert 10 Jahren von 6 auf 17 Prozent gestiegen. Muss der Staat
reagieren? Ja, sagt der Berner EVP-Nationalrat Marc Jost. Er hat
eine entsprechende Motion eingereicht. Mit dem nationalen
Aktionsplan «Futura Sicura» sollen familien- und kinderfreundliche
Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Geburtenrate zu
steigern. Diskutiert werden Massnahmen wie günstigere
Kinderbetreuung, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder
finanzielle Anreize. Pro/Contra Für Massnahmen spricht, dass die
Folgen einer tiefen Geburtenrate langfristig spürbar sind: Die
Bevölkerung altert, und das Renten- und Sozialsystem gerät unter
Druck. Die Strategie, dieses Defizit durch Zuwanderung
auszugleichen, führt zu gesellschaftlichen und politischen
Spannungen. Gegnerinnen und Gegner finden, dass sich der Staat
nicht direkt in die Familienplanung einmischen soll. Gute
Rahmenbedingungen für Familien seinen wichtig, aber dafür seien
Kantone und Gemeinden verantwortlich. Massnahmen wie bezahlbare
Kita-Plätze, Steuererleichterungen für Familien etc., würden die
Staatskasse zu fest belasten. Zudem zeigen Studien und Erfahrungen
aus dem Ausland, dass solche Instrumente meist nur einen begrenzten
Effekt haben. Welche Massnahmen kommen in Frage um die Geburtenrate
zu steigern und hätten sie die gewünschte Wirkung? Und soll sich
der Staat überhaupt in die Familienplanung einmischen? Darüber
diskutieren im Forum: · Ja zu staatlichen Massnahmen: Marc Jost,
Nationalrat EVP/BE · Nein zu staatlichen Massnahmen: Sarah Fuchs,
Kantonsrätin FDP/ZH · Hendrik Budliger, Demografie-Experte Die
Sendung wird auch Live im Fernsehen auf SRF 1 übertragen.
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