Akutelle Buchempfehlungen: Amélie Nothomb und Ondřej Hübl

Akutelle Buchempfehlungen: Amélie Nothomb und Ondřej Hübl

vor 1 Tag
Die heute vorgestellten Bücher erzählen von einer Reise in die Vergangenheit: Nothomb trifft in Japan auf ihr früheres Ich, Hübl lässt seine Figuren in die Tschechoslowakei der 1950-er Jahre fahren.
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Beschreibung

vor 1 Tag
Die heute vorgestellten Bücher erzählen von einer Reise in die
Vergangenheit: Nothomb trifft in Japan auf ihr früheres Ich, Hübl
lässt seine Figuren in die Tschechoslowakei der 1950-er Jahre
fahren. Die belgische Autorin Amélie Nothomb kehrt nach Jahren mit
einer Freundin nach Japan zurück. Japan ist der Sehnsuchtsort ihrer
Kindheit und frühen Erwachsenenjahre. Zwischen Kyoto, Nara und
Tokio entfaltet sich eine Reise voller Wiederentdeckungen,
Irritationen und leiser Komik. Doch je näher sie den Orten ihrer
Vergangenheit kommt, desto deutlicher wird: Eine Rückkehr ist
unmöglich. Nostalgisch, selbstironisch und berührend erzähle
Nothomb von der Begegnung mit dem früheren Ich, meint Annette
König. Der tschechische Autor Ondřej Hübl schickt seine Figuren auf
eine Ferienreise der ganz besonderen Art: Josef Kaarls,
schwerreicher Besitzer einer KI-Firma, will seiner
antikapitalistisch aufbegehrenden Tochter zeigen, wie schlimm der
Kommunismus gewesen sei. Darum bezahlt er ein kleines Vermögen
dafür, dass eine darauf spezialisierte Firma ihn und seine Familie
für einige Zeit in den tschechischen Kommunismus der 50er-Jahre
zurückversetzt. Nur klappt das mit der Rückreise dann nicht ganz –
und in der Folge entwickelt sich ein fast thrillerartiges Szenario
rund um die Fragen, wer eigentlich gerade wen in der Hand hat und
was Geld dabei für eine Rolle spielt. Simon Leuthold war von diesem
Buch, das er trotz des künstlichen Settings in den 50er-Jahren für
ziemlich aktuell hält, bestens unterhalten. Buchhinweise: Amélie
Nothomb. Die unmögliche Rückkehr. Aus dem Französischen von
Brigitte Grosse. 144 Seiten. Diogenes, 2026. Ondřej Hübl. Der
Vorhang. 400 Seiten. Aus dem Tschechischen von Daniela Pusch.
Voland & Quist, 2026.
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