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Die interessantesten Interviews aus dem Radioprogramm von SWR Aktuell finden Sie hier zum Nachhören. Die spannendsten Themen kurz auf dem Punkt gebracht im Podcast: Im Gespräch.
Beschreibung
vor 12 Stunden
US-Präsident Donald Trump verkündet eine Einigung mit dem Iran und
es scheint, als sei ein Ende des Krieges in Sicht. Unterdessen ist
die Fußballweltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko in
vollem Gange. Die iranische Fußballnationalmannschaft hat ihr
erstes Spiel bei der Weltmeisterschaft in Los Angeles bestritten.
Die Partie gegen Neuseeland endete mit einem 2:2-Unentschieden. Die
iranische Mannschaft stehe zwischen allen Stühlen, sagt Bente
Scheller, Referatsleiterin Nahost und Nordafrika der Grünen-nahen
Heinrich-Böll-Stiftung. "Sie tritt für ein autoritäres Regime an.
Deshalb hat sie auch gehörig Druck im Nacken und muss sich an der
Propaganda des Staates beteiligen." Exil-Iraner, wie sie unter
anderem in den USA leben, und Regimegegner seien von dem Verlauf
und Ergebnis des Krieges "sehr enttäuscht", meint Scheller. Das
Regime habe in dem Konflikt mit den USA zwar Federn gelassen, so
die Nahost-Expertin. Es seien sehr viele aus der iranischen
Führungselite umgebracht worden und auch die militärischen Ränge
seien ausgedünnt worden. Allerdings, so bilanziert Scheller: "Es
ist kein glasklarer Sieg, aber das Regime fühlt sich so
selbstbewusst wie nie zuvor". Es habe außenpolitisch seine Macht
erkannt, die sich nicht nur aus dem Atomprogramm speise, sondern
auch aus der wirtschaftspolitischen Macht, indem man die Straße von
Hormus kontrolliere. Dieses Machtgefühl habe vermutlich auch Folgen
für die iranische Bevölkerung. "Was wir nach außen sehen, werden
die Menschen im Iran zu spüren bekommen", sagt Bente Scheller im
Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.
es scheint, als sei ein Ende des Krieges in Sicht. Unterdessen ist
die Fußballweltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko in
vollem Gange. Die iranische Fußballnationalmannschaft hat ihr
erstes Spiel bei der Weltmeisterschaft in Los Angeles bestritten.
Die Partie gegen Neuseeland endete mit einem 2:2-Unentschieden. Die
iranische Mannschaft stehe zwischen allen Stühlen, sagt Bente
Scheller, Referatsleiterin Nahost und Nordafrika der Grünen-nahen
Heinrich-Böll-Stiftung. "Sie tritt für ein autoritäres Regime an.
Deshalb hat sie auch gehörig Druck im Nacken und muss sich an der
Propaganda des Staates beteiligen." Exil-Iraner, wie sie unter
anderem in den USA leben, und Regimegegner seien von dem Verlauf
und Ergebnis des Krieges "sehr enttäuscht", meint Scheller. Das
Regime habe in dem Konflikt mit den USA zwar Federn gelassen, so
die Nahost-Expertin. Es seien sehr viele aus der iranischen
Führungselite umgebracht worden und auch die militärischen Ränge
seien ausgedünnt worden. Allerdings, so bilanziert Scheller: "Es
ist kein glasklarer Sieg, aber das Regime fühlt sich so
selbstbewusst wie nie zuvor". Es habe außenpolitisch seine Macht
erkannt, die sich nicht nur aus dem Atomprogramm speise, sondern
auch aus der wirtschaftspolitischen Macht, indem man die Straße von
Hormus kontrolliere. Dieses Machtgefühl habe vermutlich auch Folgen
für die iranische Bevölkerung. "Was wir nach außen sehen, werden
die Menschen im Iran zu spüren bekommen", sagt Bente Scheller im
Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.
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