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Beschreibung
vor 1 Tag
Wer das Neue Testament richtig verstehen will, muss es in seinem
jüdischen Kontext verstehen. Aber wie gut kennen wir eigentlich
die jüdische Kultur des ersten Jahrhunderts? Oft sind unsere
Vorstellungen vom Judentum geprägt durch eine lange Geschichte
von Judenfeindschaft: So werden die Juden zum düsteren
Hintergrund, vor dem wir Jesus um so heller zum leuchten bringen.
Aber eine Beschäftigung mit jüdischen Quellen kann dabei helfen,
Vorurteile und Zerrbilder zu überwinden und Jesus groß zu machen,
auch ohne vorher das Judentum schlecht zu machen.Die bekannte
Erzählung von der Heilung einer mutigen Frau (Mk 5:25-34) wird in
christlichen Predigten oft dazu verwendet, über die vermeintliche
Menschenfeindlichkeit jüdischer religiöser Reinheitsgebote zu
sprechen. Dabei kennen viele Christen diese Gebote gar nicht so
genau. Jesus wird dann zum Überwinder von falscher Religosität
und von jüdischer Engstirnigkeit und Ausgrenzung. Aber was wäre,
wenn es in der Geschichte um etwas ganz anderes geht? Wenn
Mißverständnisse aus dem Weg geräumt werden, wird der Blick frei
für das, was ein Bibeltext wirklich sagen will.Teil 1 einer
dreiteiligen Vortragsreihe zum Thema ”Jesus-Texte mit jüdischen
Augen neu entdecken” in Seestraßengemeinde Ludwigsburg am
10.5.2026.
Dr. Guido Baltes ist Dozent für Neues Testament am MBS
Bibelseminar (Marburg) und lehrt außerdem Neues Testament an der
Evangelischen Hochschule Tabor und der Philipps-Universität
Marburg
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