International: Israels Beduinen kämpfen um ihre Existenz

International: Israels Beduinen kämpfen um ihre Existenz

vor 10 Stunden
Noch etwa 100‘000 Beduinen leben in Dörfern, die der Staat Israel nicht anerkennt, ohne Strom, Wasser und ohne Rechte. Und das, obwohl die Beduinen seit Generationen vor allem in der Negev-Wüste und im Jordantal leben. Doch ihre traditionelle Lebenswe ...
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vor 10 Stunden
Noch etwa 100‘000 Beduinen leben in Dörfern, die der Staat Israel
nicht anerkennt, ohne Strom, Wasser und ohne Rechte. Und das,
obwohl die Beduinen seit Generationen vor allem in der Negev-Wüste
und im Jordantal leben. Doch ihre traditionelle Lebensweise und
ihre Dörfer sind in Gefahr. Erst kürzlich drohte Israels
Finanzminister Bezalel Smotrich damit, die Beduinengemeinde Khan
al-Ahmar im besetzten Westjordanland räumen zu lassen. Nicht nur
die Beduinen aus Khan al-Ahmar leben seit Jahren mit der Angst,
vertrieben zu werden. Für die Familie Zayed ist das bereits
Realität geworden. Jüdische Siedler überfielen ihr Heimatdorf im
Jordantal, drangen in Häuser ein, bedrohten die Bewohner. Die
Familie musste fliehen. Doch auch dort, wohin Israel die Beduinen
zwangsumsiedeln will, gibt es keine Zukunft. Seit den 70er Jahren
versucht der Staat, die Beduinen nach Rahat umzusiedeln. Die Stadt
in der Negev-Wüste platzt aus allen Nähten. Der Staat hat die
Bewohner vergessen. Besonders für die vielen jungen Beduinen, die
in Rahat aufwachsen, ist die Situation kaum erträglich. Viele Junge
fühlen sich abgehängt vom modernen Leben. Gleichzeitig
identifizieren sie sich nicht mehr mit traditionellen Lebensweisen
der Beduinen, sagt Sozialarbeiter Jamal Al-Kirnawi. Sein Motto:
Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn Kinder verfeindeter Beduinenclans in
Rahat gemeinsam Fussball spielen, kann das Brücken bauen, sagt er
und zeigt, wie ein Fussballfeld zum Rückzugsort für junge Beduinen
wird.
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