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Beschreibung
vor 3 Tagen
Manchmal schickt das Leben keine großen Zeichen.
Heute möchte ich dir von einer Begegnung erzählen, die auf den
ersten Blick völlig unspektakulär wirkt.
Ich habe eine verletzte Schnecke gefunden.
Mitten am Wegesrand.
Früher hätte ich sie wahrscheinlich gesehen, kurz bedauert und
wäre weitergelaufen. Nicht weil ich herzlos bin. Sondern weil da
alte Muster waren.
Muster, die mir erzählt haben, dass ich keine Zeit habe.
Dass ich nicht zuständig bin.
Dass andere Dinge wichtiger sind.
Dass man nicht wegen einer kleinen Schnecke stehen bleibt.
Doch heute habe ich angehalten.
Ich habe sie mitgenommen und beschlossen, mich um sie zu kümmern.
Und während ich sie beobachtet habe, wurde mir klar, dass diese
kleine Schnecke viel mehr in mir bewegt hat als erwartet.
Denn plötzlich war da die Frage:
Welche Teile von uns selbst lassen wir eigentlich am Wegesrand
liegen?
Welche verletzten Anteile übersehen wir täglich, weil wir
funktionieren, leisten oder schnell weiter müssen?
malin-reimann.de
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