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Der sozialpolitische Podcast von Arbeiterkammer Wien, ÖGB-Verlag, Wissenschaftsnetzwerk „Diskurs“ und dem Ineq-Institut der WU Wien
Beschreibung
vor 5 Tagen
Der Markt regelt das. Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s
uns allen gut. Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt.
Leistung muss sich wieder lohnen.
Solche Sätze klingen nach ökonomischem Hausverstand – nach
Sachzwang, Zahlen, Daten und Fakten. Aber was, wenn es gar nicht
die eine ökonomische Lehre gibt, die uns sagt, was zu tun ist?
Was, wenn hinter wirtschaftspolitischen Empfehlungen immer auch
Annahmen stehen: über Märkte, Staat, Arbeit, Verteilung,
Wohlstand und Macht?
Was bedeutet plurale Ökonomie? Warum ist die Vorstellung einer
wertfreien Wirtschaftswissenschaft problematisch? Welche blinden
Flecken entstehen, wenn Wirtschaft nur durch eine einzige
theoretische Brille betrachtet wird? Und warum sind Sorgearbeit,
Moral, Machtverhältnisse und Verteilung keine Nebensachen,
sondern zentrale Fragen der Ökonomie?
In dieser 32. Episode von „In bester Gesellschaft – der
Wissenschaftsdialog für die Vielen“ spricht Michael Mazohl mit
Sebastian Thieme, Ökonom, Autor und Referent der Katholischen
Sozialakademie, und Matthias Schnetzer, Chefökonom der
Arbeiterkammer Wien, über ökonomische Erzählungen, den Mainstream
der Wirtschaftswissenschaft, keynesianische Krisenpolitik,
feministische Ökonomie, politische Ökonomie – und darüber, warum
plurales wirtschaftliches Denken auch eine demokratische
Notwendigkeit ist.
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