#22: Digitale Lösungen sind im Pflegebereich schon angekommen [>] Miriam Moser

#22: Digitale Lösungen sind im Pflegebereich schon angekommen [>] Miriam Moser

vor 4 Jahren
39 Minuten
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Podcast
Podcaster
In diesem Podcast dreht sich alles um Innovationen, Trends und echte Veränderungen, die unsere Gesundheitssysteme in Österreich, Deutschland sowie der Schweiz heute schon verändern bzw.

Beschreibung

vor 4 Jahren

Robotik in der Pflege und Künstliche Intelligenz in der
Diagnostik? Ja, das ist beides bereits Realität. Zwar übernimmt
die Technik nicht die Aufgabe der ÄrztInnen bzw. des
Pflegepersonals, aber sie kann diese dabei unterstützen.
Künstliche Intelligenz schafft die Möglichkeit, einen relativ
neutralen Blick auf die Gesundheitsdaten von PatientInnen zu
werfen und Vorschläge für mögliche Diagnosen zu bieten. Roboter
unterstützen Pflegekräfte, die ohnehin häufig zu wenig
Kapazitäten für die Einzelbetreuung haben, indem sie Zeit mit
PatientInnen verbringen.


Miriam Moser, Digital- und Pflegepionierin, erzählt in dieser
Folge des Healthcare Changers Podcast von Projekten im
Pflegebereich, die an Landesgrenzen scheitern und beleuchtet den
bisher oft ungenutzten Erfahrungsschatz des Pflegepersonals. Für
sie ist der Schlüssel zu mehr Digitalisierung das Einbeziehen von
so vielen StakeholderInnen wie möglich: PatientInnen, Angehörige,
SozialarbeiterInnen, Kliniken, ÄrztInnen – und auch PflegerInnen.


Beim Thema Digitalisierung in der Medizin liegt häufig der Fokus
auf ÄrztInnen, jedoch wird dabei eine essentielle Gruppe
vergessen: Pflegekräfte. Sie sind es, die regelmäßig die Daten
der PatientInnen sammeln, daher sollten sie auf der Suche nach
Digitalisierungslösungen mehr einbezogen werden. Miriam Moser
spricht sich im Podcast aber abgesehen davon auch generell für
mehr Zusammenarbeit aus. Man solle sich an einen Tisch setzen und
gemeinsam an der optimalen Lösung für alle StakeholderInnen
arbeiten. Dabei darf vor allem die Stimme der PatientInnen nicht
zu kurz kommen.





Mit Hilfe von Apps können viele (chronisch) kranke Menschen
bereits wertvolle Daten regelmäßig selbst erheben, die eine
höhere Zuverlässigkeit mit sich bringen. Beispielsweise kann man
besser Schlüsse aus dem täglich gemessenen Blutdruck ziehen als
aus einem einmalig erhobenen Wert bei der Untersuchung. Obwohl
häufig die Datensicherheit ein Hindernis für viele PatientInnen
ist, ihre eigenen Gesundheitsdaten zu tracken, ist Miriam Moser
überzeugt davon, dass diese Hürde mit mehr Aufklärung über den
tatsächlichen Mehrwert geschmälert werden könnte. Die
Verantwortung dafür sieht sie bei Städten und Gemeinden. Diese
sollen niederschwellig zugängliche Veranstaltungen organisieren,
bei denen sich die Bevölkerung informieren kann. 





Miriam Moser arbeitet selbst derzeit bei Snore Free, einem
Start-up, das PatientInnen bei der Schnarchtherapie unterstützt.
Sie befürwortet es, dass Unternehmen in der Privatwirtschaft
daran arbeiten, Lösungen für medizinische Problemstellungen zu
finden. Jedoch sollten diese miteinander verknüpft operieren und
das auch über Ländergrenzen hinweg. Wenn es bereits sinnvolle
Lösungen in Großbritannien, Spanien oder Skandinavien gibt,
sollten diese auch für Österreich in Betracht gezogen
werden. 





Übrigens steht Österreich nicht allen Ländern in etwas nach. Im
Vergleich zu Deutschland, wo teilweise Pflegedaten noch händisch
erfasst werden, hat Österreich sogar die Nase vorn. 





In dieser Folge haben wir außerdem noch über Künstliche
Intelligenz in der Diagnostik und Robotik als Unterstützung in
der Pflege gesprochen. Hören Sie unbedingt rein, um zu erfahren,
wie weit fortgeschritten die Pflege im Bereich Digitalisierung
tatsächlich schon ist.



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