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Beschreibung
vor 4 Tagen
Die verfassungsrechtliche Schuldenbremse gilt vielen als Garant
solider Staatshaushalte. In der Praxis werden jedoch durchaus
neue Schulden aufgenommen, etwa über Sondervermögen. Sebastian
Huhnholz meint: Staatliche Verschuldung sinkt so nicht, sondern
wird anders organisiert – mit weitreichenden Folgen für
demokratische Gestaltungsspielräume. Im Gespräch mit Hannah
Schmidt-Ott geht es um den Zusammenhang von Finanzpolitik und
Herrschaft, die Ideengeschichte der Schuldenbremse,
Schattenhaushalte und die Gefahr eines schleichenden
Verfassungsumbaus.
Sebastian Huhnholz ist Politikwissenschaftler im Bereich der
Politischen Theorie und Ideengeschichte und forscht zu Fragen
demokratischer Staatsfinanzierung. Er ist Gastprofessor an der
Freien Universität Berlin sowie Fellow am Hamburger Institut für
Sozialforschung.
Literatur
Sebastian Huhnholz: Der andere Ökonom. Max Webers Spätwerk und
die fiskalische Verfassung einer neuen deutschen Demokratie,
Duncker & Humblot 2025.
Sebastian Huhnholz, Aaron Sahr und Eva Weiler (Hrsg.): Politische
Theorien öffentlicher Finanzen. Zur (De-)Politisierung von Geld,
Eigentum und Steuern, Leviathan-Sonderband 43, Nomos 2025.
Sebastian Huhnholz und Philip Manow: „Fiskalischer
Konstitutionalismus. Von Aufgaben, Ausgaben und Ausnahmen“, in:
Huhnholz, Sahr, Weiler (Hrsg.), Politische Theorien öffentlicher
Finanzen, S. 159–184.
Sebastian Huhnholz: „Nach den Sondervermögen ein Sondervotum. Das
Karlsruher Urteil zum Solidaritätszuschlag“, in: Merkur. Deutsche
Zeitschrift für europäisches Denken, 79 (2025), 913, S. 29–42.
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