Beschreibung
vor 1 Tag
Moin.
Der Klimawandel ist abgesagt.
Zumindest wenn man einigen Schlagzeilen der letzten Wochen
glaubt.
Denn das berüchtigte Klimaszenario SSP5-8.5, lange Zeit das
Synonym für die schlimmsten Folgen der Erderwärmung, gilt
inzwischen als zunehmend unrealistisch und wurde im neuen
Szenario-Rahmenwerk für den kommenden IPCC-Bericht nicht mehr als
Standardpfad übernommen. Für manche Medien offenbar Grund genug,
gleich die gesamte Klimakrise mit abzuräumen.
Problem gelöst. Podcast beendet. Nachhaltigkeit kann weg.
Oder?
In dieser Folge schauen wir uns an, was tatsächlich hinter der
Diskussion steckt, warum der IPCC die Klimakrise keineswegs
abgesagt hat und weshalb aus einer wissenschaftlichen Einordnung
innerhalb weniger Tage eine politische und mediale Erzählung
wurde.
Und während manche noch darüber diskutieren, ob Nachhaltigkeit
überhaupt noch nötig ist, stehen bereits die nächsten
Regulierungen vor der Tür:
Die PPWR verändert die Spielregeln für
Verpackungen in Europa grundlegend. Recyclingfähigkeit,
Rezyklatanteile, Mehrwegquoten und neue Dokumentationspflichten
werden für viele Unternehmen zur Pflichtaufgabe.
Die EmpCo-Richtlinie erklärt dem Greenwashing
den Kampf. Wer künftig mit Begriffen wie „nachhaltig“,
„umweltfreundlich“ oder „klimaneutral“ wirbt, braucht dafür
belastbare Nachweise. Das Zeitalter der grünen Bauchgefühle endet
langsam, aber sicher.
Wir sprechen über Klimaszenarien, Schlagzeilen, Verpackungen,
Marketingversprechen und darüber, warum Nachhaltigkeit als
Unternehmensthema erstaunlich wenig davon abhängt, ob das
schlimmste Klimaszenario nun plausibel ist oder nicht.
Kurz gesagt:
Die Klimakrise wurde nicht abgesagt.
Die Regulierung auch nicht.
Und deshalb gibt es wohl doch noch weitere Folgen von „Irgendwas
mit Nachhaltigkeit?“.
Weitere Episoden
47 Minuten
vor 1 Woche
1 Stunde 15 Minuten
vor 2 Wochen
1 Stunde 31 Minuten
vor 3 Wochen
37 Minuten
vor 4 Wochen
vor 1 Monat
Abonnenten
Oldenburg
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.