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Beschreibung
vor 3 Wochen
Die Geschichten, die in diesem Podcast erzählt werden, handeln
oft davon, wie Dinge besser werden. Insbesondere wie Genesung von
einer Suchterkrankung dazu führt, dass Menschen stärker, gesünder
und selbstbestimmter werden – Aber was ist mit Erkrankungen, die
sich diesem »Recovery-Narrativ« verweigern? Wir wollen den
ME/CFS-Awareness-Month dafür nutzen, über diese Fragen zu
sprechen. Dafür haben wir die beiden Expertinnen Mirja
Nicolas und Ronja Büchner eingeladen. Beide forschen zum Thema
Stigmatisierung und Psychologisierung Betroffener.
Falls ihr euch weiter informieren möchtet, hier findet ihr den
frei verfügbaren Essay »Welche Rolle spielt „die Psyche“? Long
COVID und ME/CFS als Prüfsteine für eine evidenzbasierte und
patient*innenorientierte Psychiatrie und Psychotherapie«:
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-2866-9127.pdf
Psychologisierung: Psychologisierung bedeutet
zum einen, körperliche Erkrankungssymptome hauptsächlich oder
ausschließlich als psychisch verursacht zu deuten, obwohl es
klare Hinweise auf biologische Ursachen gibt. Es kann aber auch
heißen, dass man psychische Faktoren überbewertet. Zum Beispiel
wenn es um die Entstehung, Chronifizierung oder Aufrechterhaltung
der körperlichen Symptome geht. Im Zusammenhang mit ME/CFS und
Long Covid heißt das zum Beispiel, dass Beschwerden (subtil oder
direkt) auf Stress, Angst, Depression, falsche Gedankenmustern
oder Vermeidungsverhalten geschoben werden.
Medical Gaslighting bedeutet, dass reale
gesundheitliche Beschwerden von medizinischem Personal wiederholt
als eingebildet, übertrieben oder rein psychisch dargestellt
werden, sodass Betroffene an sich selbst zweifeln.
PEM steht für Post-Exertional Malaise – bedeutet
eine häufig zeitversetzt eintretende, unverhältnismäßige
Verschlechterung des Zustands nach körperlicher oder kognitiver
Aktivität, nach emotionaler Belastung oder durch zu viele Reize
Es ist das Kernmerkmal von ME/CFS und kommt auch bei einem Teil
der Long-Covid-Betroffenen vor.
Pacing bedeutet, sich die eigene Energie sehr
sorgsam einzuteilen, um auf jeden Fall unter der eigenen
Belastungsgrenze zu bleiben. Ziel ist, auf diese Weise weitere
Verschlechterungen (Crashes) zu vermeiden.
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