Blood In, Blood Out (1993), Eine griechische Tragödie im Barrio: Wie Taylor Hackford das Kino veränderte

Blood In, Blood Out (1993), Eine griechische Tragödie im Barrio: Wie Taylor Hackford das Kino veränderte

vor 19 Stunden
2 Stunden 11 Minuten
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Beschreibung

vor 19 Stunden

#016 "Blood in, Blood out" oder "Bound by Honor" von
Taylor Hackford


Drei Cousins. Drei Lebenswege. Eine unerbittliche Tragödie.





In dieser Episode von Leinwandlegenden schauen
wir Taylor Hackfords visionäres Epos Blood In, Blood
Out (Bound by Honor) aus dem Jahr 1993.


Was an den Kinokassen als kolossaler Flop begann, wuchs auf VHS
zu einem der einflussreichsten Kultfilme des modernen
Chicano-Kinos heran.


Wir sprechen über den Mythos und analysieren, warum dieser Film
keine simple Gangster-Geschichte ist, sondern eine klassische
griechische Tragödie, übertragen auf die staubigen Straßen von
East L.A. und die gnadenlosen Mauern des San Quentin State
Prison.


Die Themen der Folge:




Die Handlung als antike Tragödie: Wie Miklo,
Paco und Cruz an ihrer eigenen Hybris scheitern und welche
schmerzhaften Opfer sie im brutalen Räderwerk von
Straßengewalt und Justizsystem bringen müssen.




Dreharbeiten hinter Gittern: Wie es der
Produktion gelang, 5,5 Wochen lang im echten San
Quentin State Prison zu drehen, umgeben von realen
Mitgliedern rivalisierender Gangs wie der Mexican Mafia bzw.
La Eme.




Hollywoods Angst und die L.A. Riots (1992):
Warum Disney das Studio-Budget von 35 Millionen Dollar
abschrieb, den Titel in Bound by Honor änderte und den Film
aus Angst vor ethnischen Spannungen nach den Unruhen visuell
zensierte und musikalisch weichspülte.




Die wahren Vatos Locos: Die
autobiografischen Einflüsse von Drehbuchautor und Ex-Häftling
Jimmy Santiago Baca, das echte Leben von
Danny Trejo und die Kontroversen um
Hauptdarsteller Damian Chapa.




Kunst als Schmerz: Die essenzielle Rolle der
expressionistischen Gemälde des Chicano-Künstlers
Adan Hernandez und wie sie den visuellen
Chor des Films bilden.




Serielles Erzählen vor der Zeit: Warum die
190-Minuten-Struktur des Films das Peak-TV-Zeitalter (wie
Sons of Anarchy oder The Wire) Jahre vorwegnahm.








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