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Beschreibung
vor 1 Tag
In dieser Episode sprechen wir mit Karin
Wegscheider, CIO bei der ÖBB Personenverkehr, über ihre
ungewöhnliche Karriere vom Sprachwissenschafts-Studium über IBM
bis zur Spitze der IT eines der größten Mobilitätsunternehmen
Österreichs. Karin teilt ihre Erfahrungen, wie man KI in einem
Großkonzern mit Jahrzehnte alten Legacy-Systemen strukturiert
einführt – ohne in Panik zu verfallen und ohne sich in sinnlosen
Schnellschüssen zu verlieren. Ein offenes, ehrliches Gespräch
über Komplexität, Verantwortung und die Zukunft öffentlicher
Mobilität.
️ KI braucht eine Landkarte, keine
Panik: Statt einzelne Use-Cases unkontrolliert aus
den Fachbereichen hochpoppen zu lassen, setzt die ÖBB auf eine
strukturierte AI-Use-Case-Landkarte. Karin erklärt, warum fünf
ähnliche Use-Cases mit fünf verschiedenen Implementierungen am
Ende mehr kosten als nutzen – und warum ein geordneter Prozess
kein Verhinderer, sondern ein Beschleuniger ist.
Erfahrungswissen sichern, bevor es in Pension
geht: Eine der drängendsten Herausforderungen bei
der ÖBB ist das implizite Wissen, das erfahrene Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in den nächsten Jahren mit in den Ruhestand
nehmen werden. KI-gestützte Dokumentation – etwa durch mündliches
Erklären im Tandem mit jüngeren Kolleginnen und Kollegen – soll
dieses Wissen für alle verfügbar und nutzbar machen, bevor es
verloren geht.
️ Prozessautomatisierung ist unterschätzt – und KI
macht sie mächtiger: Karin plädiert
leidenschaftlich dafür, dass klassische Prozessautomatisierung
noch längst nicht ausgereizt ist. KI gibt ihr eine neue
Dimension, weil sie dort ansetzt, wo starre Entscheidungsbäume
früher gescheitert sind. Der größte Hebel liegt nicht im
öffentlichkeitswirksamen Chatbot, sondern in der stillen
Effizienzsteigerung interner Abläufe.
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