#77 Mythen, Macht und Muttermund – Geburtshilfe aus feministischer Sicht

#77 Mythen, Macht und Muttermund – Geburtshilfe aus feministischer Sicht

vor 5 Tagen
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Beschreibung

vor 5 Tagen
Geburt war nie ein neutrales, rein persönliches Ereignis. Und
dennoch wissen wir erstaunlich wenig über die Geschichte der
Geburtshilfe. Ich spreche mit der Historikerin Helena Barop über
ihr Buch „Mythen, Macht und Muttermund – Eine feministische
Geschichte der Geburt“. Wir schauen darauf, wie sich Geburtshilfe
über Jahrhunderte verändert hat: vom weiblichen Geburtsraum mit
Hebammen, Nachbarinnen, Gebeten und Zauberritualen über die
männlich dominierte Geburtsmedizin, in der Hebammenwissen zunehmend
abgewertet, überschrieben oder verdrängt wurde, bis hin zur
aktuellen Geburtshilfe. Es geht um Erbsünde, Geburtsschmerz, die
Rolle der Kirche, antikes Wissen, Hofhebammen, Narkose,
Wochenbettfeste, Scham, Machtverhältnisse und die Frage, warum
Hebammenarbeit in der Geburtshilfe zwar schon immer hoch angesehen
wurde, aber bis heute schlecht bezahlt ist. Eine Folge über die
Geschichte der Geburt, die viel über unsere Gegenwart erzählt. Über
Selbstbestimmung, medizinische Macht, verlorenes Wissen und
darüber, warum Geburtshilfe nie nur „Frauengedöns“ war.

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