Warum der SPÖ Funktionär Wien verlassen musste: Engelberg & Götz Schrage

Warum der SPÖ Funktionär Wien verlassen musste: Engelberg & Götz Schrage

vor 4 Wochen
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Beschreibung

vor 4 Wochen

Er ist Fotograf, war jahrzehntelang in der SPÖ Neubau aktiv — bis
er nach dem 7. Oktober das Falsche schrieb. Heute sagt Götz
Schrage, seine eigene Partei habe ihn so lange gemobbt, bis er
einen Herzinfarkt bekam.





Götz Schrage, langjähriger SPÖ-Bezirksrat in Wien-Neubau, erzählt
Martin Engelberg, warum er Wien den Rücken kehren musste und
heute in der SPÖ Burgenland sitzt. Das Gespräch dreht sich um
Israel, die SPÖ, eine STANDARD-Kolumne, die alles veränderte, und
eine ganze Reihe von Brüchen — privat, parteipolitisch,
gesundheitlich.





Es geht aber nicht nur um eine Biografie. Schrage und Engelberg
sezieren live, woher der Antisemitismus der österreichischen
Linken kommt. Engelberg stellt fest, in keiner Partei gebe es
weniger Antisemiten als in einer anderen — der Unterschied liege
darin, wer aufgearbeitet hat und wer nicht. Schrage liefert die
Anekdote dazu: ein SPÖ-Referat, in dem ihm „ins Hirn geschissen"
wurde, als nach einem Spital-Beschuss-Vorwurf gegen Israel jemand
aufstand und sagte, die Israelis hätten das absichtlich gemacht —
„die machen keine Fehler".





Im zweiten Teil des Gesprächs verteidigt Engelberg Sebastian Kurz
hart gegen den Vorwurf der Ideologiefreiheit. Über andere
Spitzenpolitiker im bürgerlichen Lager fällt Engelberg ein
vernichtenderes Urteil — „eine große Enttäuschung". Beide sind
sich einig: Es kommt eine politische Pendelbewegung in Europa,
die niemand von beiden wirklich will.
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