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Beschreibung
vor 1 Woche
Ist die Dekonstruktion unseres Glaubens etwas positives,
vielleicht sogar notweniges? Oder gibt es auch ein zu viel? Kann
man sich in der Dekonstruktion verlieren?
Kaum ein Thema spaltet die Christenheit gerade so sehr wie
dieses. Jede Woche erscheinen neue Podcasts, neue Instagram-Posts
— Menschen, die öffentlich erzählen, wie sie ihren Glauben hinter
sich gelassen haben. Oder umgebaut haben. Oder neu erfunden
haben.
Manche berichten davon wie von einer Befreiung. Der Aufbruch aus
dem Käfig. Endlich atmen. Endlich ich selbst sein. Andere
erzählen es wie einen Trauerfall. Etwas ist gestorben, und sie
wissen nicht genau was — ob es der Glaube war, das Gottesbild,
die Gemeinschaft oder sie selbst.
Dekonstruktion ist kein Randphänomen mehr. Die einen sagen: Wer
dekonstruiert, hat den Glauben verloren. Die anderen sagen: Wer
nicht dekonstruiert, hat nie wirklich nachgedacht. Beides greift
zu kurz. Beides macht einsam.
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