Blutwasser – Ein mörderischer Hafengeburtstag

Blutwasser – Ein mörderischer Hafengeburtstag

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Moin und herzlich willkommen bei Hamburg Puls Krimi – heute mit
einem Fall aus den Schatten unserer Stadt.Blutwasser – Ein
mörderischer HafengeburtstagDer Himmel über Hamburg lag an diesem
Freitagnachmittag in schwerem Grau, als das dröhnende Tuten der
Schiffshörner den 837. Hafengeburtstag eröffnete. An den
Landungsbrücken mischten sich der Duft von gebrannten Mandeln,
Backfisch, Elbwasser und Diesel zu einer schweren Luft. Tausende
Menschen drängten sich an den Kaimauern, um die Einlaufparade zu
sehen. Für Hauptkommissar Keno Harms sollte dieses Fest jedoch zu
einem Albtraum werden.Eigentlich hatte Harms frei. Mit einem
kühlen Astra in der Hand stand er nahe der Überseebrücke und
beobachtete, wie ein majestätischer Viermaster durch das
aufgewühlte Wasser der Elbe glitt. Die Menge jubelte, Kameras
klickten. Doch plötzlich verstummte alles. Ein kollektiver Schrei
ging durch die Zuschauer, als am Bug des Schiffes eine leblose
Gestalt sichtbar wurde – grausam verfangen in der rostigen
Ankerkette.Blut tropfte in die graubraunen Fluten der Elbe. Harms
ließ sein Bier fallen, drängte sich durch die schockierte Menge
und zückte seine Dienstmarke. Als die Wasserschutzpolizei den
Toten barg, erkannte er ihn sofort: Hannes Lührs, ein
berüchtigter Reederei-Besitzer, der im Hafen mehr Feinde als
Freunde hatte. Sein Mantel war zerrissen, in seiner starren Hand
hielt er eine antike goldene Taschenuhr, stehen geblieben auf
fünf vor zwölf.Die Spur führte Harms weg vom Trubel des
Hafenfests hinein in die dunklen Schatten der Speicherstadt.
Während über der Elbe bereits das erste Feuerwerk den Himmel rot
färbte, lag die alte Backsteinstadt gespenstisch still da. Nur
das leise Platschen des Wassers in den Fleeten war zu hören.
Harms betrat einen alten Teppichspeicher am Wasserschloss. Die
schwere Tür stand einen Spalt offen, der Geruch von feuchtem Holz
und Staub lag in der Luft.Drinnen entdeckte er Claas von Rantzau,
den in Ungnade gefallenen früheren Geschäftspartner des Opfers.
Nervös kauerte er vor einem geöffneten Tresor – und trug das
Gegenstück zu der Taschenuhr des Toten. Als er Harms bemerkte,
griff er panisch zur Pistole. „Er hat mir alles genommen!“,
schrie er mit zitternder Stimme. Doch Harms reagierte
blitzschnell. Er wich dem Schuss aus, der krachend in einen
Holzpfeiler fuhr, und ging auf den Täter los.Zwischen alten
Regalen und aufwirbelndem Staub kam es zum harten Nahkampf.
Schließlich brachte Harms den Mann mit einem gezielten Griff zu
Boden und legte ihm Handschellen an. Als er den gebrochenen Täter
hinaus in die Hamburger Nacht führte, explodierte über den
Landungsbrücken das goldene Finale des Feuerwerks. Die Menschen
jubelten – ahnungslos, dass Hamburg in dieser Nacht einen Mörder
weniger hatte.Harms zog den Kragen seines Mantels hoch und
blickte auf das dunkle Wasser. Der Hafen feierte weiter – voller
Leben, voller Lichter und voller Geheimnisse.Mehr spannende
Geschichten, News und Tipps über Hamburg findet ihr auf
http://www.hamburgpuls.de – es lohnt sich!
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