Bipolar durch die USA

Bipolar durch die USA

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen
Amerikanische NGOs, die bisher in internationalen Krisengebieten
tätig waren, gehen in der eigenen Heimat gegen gesellschaftliche
Spaltung vor. Der Journalist Anselm Jessen untersucht diese
Initiativen für einen Podcast. Ich, Elias Gottstein, bin als
Tonmann dabei. Für drei Monate reisen wir zur Zeit der
Amtseinführung Donald Trumps durch die USA. Ich kenne Anselm schon
lange, er ist der beste Freund meines Patenonkels – daher weiß ich,
dass diese Reise ein ziemliches Abenteuer werden kann: Denn Anselm
lebt mit einer bipolaren Störung – mit Phasen tiefer Erschöpfung
und manischen Höhen, in denen er außergewöhnliche Projekte
realisiert. Daher entschließe ich mich, sein Leben anhand der Reise
zu dokumentieren. Während wir durch die elektrisierten und
gespaltenen Staaten fahren, stellt sich mir als Begleiter zunehmend
die Frage: Ist Anselms Interesse am Engagement gegen die äußere
Polarisierung auch eine Suche nach Wegen aus der inneren
Polarisierung? Besteht der Ausweg eventuell darin, das eigene
Wohlbefinden nicht an den Erfolg weltbewegender Projekte zu
knüpfen? Und kennen nicht viele Menschen diese psychische
Abhängigkeit von Status und Erfolg – wenn auch in nicht ganz so
extremer Form?
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