Professorin Vaerting

Professorin Vaerting

vor 1 Monat
54 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Monat
Als Mathilde Vaerting am 1. Oktober 1923 an der Universität Jena
ihre Antrittsvorlesung hält, ist das nicht nur für die knapp
40-jährige der persönliche Höhepunkt ihrer Karriere, sondern auch
ein wissenschaftshistorisch bedeutsames Ereignis. Erstmals erhält
in Deutschland eine Frau eine ordentliche Professur. Doch statt wie
üblich mit einem Festakt in der Aula, findet die Veranstaltung in
einem kleineren Hörsaal statt, nur wenige Kollegen finden sich ein.
Alles an der Pädagogikprofessorin scheint auf Ablehnung zu stoßen:
die Berufung durch einen sozialdemokratischen Bildungsminister, ihr
Leben als "unverheiratete Lehrerin", ihr Eigensinn, insbesondere
aber ihr Geschlecht und ihre wissenschaftliche Kritik an männlicher
Vorherrschaft.
Von der Universität bekämpft und 1933 von den Nationalsozialisten
entlassen, gerät die Pionierin der Geschlechterforschung für lange
Zeit in Vergessenheit. Isabelle Engels zeichnet in diesem Feature
den ungewöhnlichen Weg ihrer Urgroßtante nach.

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