Planung und Rückblick Intermodellbau 2026! Folge 29

Planung und Rückblick Intermodellbau 2026! Folge 29

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Die neunte Folge des Hüttengrundfunks reflektiert intensiv die
Erlebnisse der Modellbaumesse in Dortmund. Marco Franke und
Markus Hillig betonen dabei, dass der Erfolg einer solchen
Großveranstaltung bereits Monate im Voraus durch eine akribische
Planung gesichert wird. Das Prinzip „Nach der Messe ist vor der
Messe“ wird hier wörtlich genommen, da Standplätze und Hotels oft
schon ein Jahr im Voraus gebucht werden, um logistische
Sicherheit und Kostenvorteile zu nutzen. Besonders die regionale
Anpassung des Sortiments spielt eine entscheidende Rolle für den
Erfolg am Stand. Da das Publikum in Dortmund andere Schwerpunkte
setzt als in den östlichen Bundesländern, reduziert Auhagen dort
gezielt das TT-Sortiment zugunsten von H0-Modellen und regional
passenden Themen wie den Goliath-Modellen.


Ein unvorhergesehenes Ereignis während der Aufbauphase war der
Fund einer Fliegerbombe auf einer benachbarten Baustelle, was zu
einer kurzzeitigen Evakuierung der Messehallen führte. Trotz
dieser Unterbrechung verlief der Aufbau dank flexibler
Zeitplanung und eingespielter Checklisten reibungslos. Im Zentrum
der technischen Präsentation stand dieses Jahr die neue
Drehscheibe als Prototyp. Markus Hillig erläutert, dass die
Konstruktion solcher Funktionsmodelle eine neue technologische
Stufe für das Unternehmen darstellt, da Mechanik und digitale
Steuerung nahtlos ineinandergreifen müssen. Das große Interesse
der Besucher am „Innenleben“ und der Unterseite der Anlage
bestätigte den Trend zu technisch anspruchsvollen Modellen, die
über das reine Standmodell hinausgehen.


Abschließend zeichnen die beiden ein positives Bild der Branche.
Die Intermodellbau wirkte durch ein erstaunlich junges Publikum
belebt, wobei sich das Hobby zunehmend vom klassischen
Eisenbahnbetrieb hin zum kreativen Dioramen- und Landschaftsbau
entwickelt. Dieser Wandel spricht auch neue Zielgruppen wie
Frauen und Mädchen an. Das kollegiale Verhältnis zwischen den
verschiedenen Herstellern wurde ebenfalls hervorgehoben. Man
sieht sich weniger als harte Konkurrenz, sondern vielmehr als
Gemeinschaft, die gemeinsam versucht, die Faszination für das
haptische Hobby gegenüber der digitalen Konkurrenz zu behaupten.
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