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Beschreibung
vor 1 Monat
Im vergangenen Jahrhundert trennte die Pro Juventute im Rahmen
der Aktion „Kinder der Landstrasse“ hunderte von Kindern von
ihren Eltern. Man steckte sie in Heime oder Pflegefamilien, wo
harte Arbeit, Gewalt und Missbrauch sie erwartete. Dies war eine
von mehreren Zwangsmassnahmen gegen Jenische, Sinti und
Armutsbetroffene.
Gestern stimmte der Nationalrat einer Erklärung zu, die dieses
Vorgehen als Verbrechen an der Menschlichkeit bezeichnet.
Vergangenes Jahr hatte sich der Bundesrat bereits darauf
geeinigt.
Mit im Saal, auf der Zuschauertribüne, war auch die Jenische
Uschi Waser, die im Jahr 1952 selber von ihrer Mutter im Jahr
1952 getrennt wurde. Daraufhin verbrachte sie ihre Kindheit in
Heimen. Auch anwesend war die Woz-Journalistin und Autorin Silvia
Süess, die Uschi Wasers Lebensgeschichte niederschrieb. Wir hören
die Beiden im Talk.
Pflegepersonal kritisiert Umsetzung der Pflegeinitiative: Gestern
Mittag war ein lauter Herzschlag auf dem Bundesplatz zu hören. Er
symbolisiert die Pflege als Puls des Gesundheitssystems. Diesem
Puls drohe der Stillstand, wenn die Politik nicht handelt, so die
Botschaft.
Um die 60 Personen überreichten den Parlamentarier*innen einen
Appell mit über 190 Tausend Unterschriften. Der Appell fordert,
dass das Parlament die Pflegeinitiative konsequent umsetzt. Der
Apell stammt vom Bündnis Gesundheitspersonal, einem
Zusammenschluss des Schweizer Berufsverbands des
Pflegefachpersonals (SBK) sowie mehreren Gewerkschaften.
Grund für den Appell ist das Bundesgesetz über die
Arbeitsbedingungen in der Pflege, mit dem sich der Nationalrat
heute befasst. Es soll die Forderungen der Pflegeinitiative
umsetzen und die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern.
Dem SBK und den Gewerkschaften geht der Entwurf aber zu wenig
weit. Dazu mehr im Interview.
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