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vor 2 Tagen
Die Diskussion, ob ein Kriegsfilm überhaupt als Anti-Kriegsfilm
funktionieren kann, ist so alt wie das Kino selbst. Kaum ein Genre
ringt so konsequent mit der Frage, wie sich Gewalt, Trauma und
Menschlichkeit überhaupt darstellen lassen, ohne sie zu
verharmlosen. Ein Werk, auf das sich viele in dieser Debatte
einigen würden, ist Komm und sieh! von Regisseur Elem Klimov. Das
brachiale Meisterwerk von 1985 gilt bis heute als ungeschöntes
Mahnmal gegen den Krieg und den vollständigen Verlust von
Menschlichkeit. Komm und sieh! erzählt die Geschichte des jungen
Fljora, der im von deutschen Truppen besetzten Belarus während des
Zweiten Weltkriegs zu den Partisanen stößt. Was als naive Hoffnung
auf Abenteuer beginnt, verwandelt sich schnell in einen Albtraum
aus Gewalt, Zerstörung und seelischer Auslöschung. Je tiefer Fljora
in die Kriegsrealität gezogen wird, desto deutlicher zerfällt jede
Form von Unschuld – bis am Ende kaum noch etwas von dem Jungen
übrig ist, der einst voller Erwartungen in den Krieg zog. Im
Unterschied zu anderen berühmten Kriegsfilmen wie Apocalypse Now
(1979) oder Der Soldat James Ryan (1988) wird Komm und sieh! im
öffentlichen Diskurs jedoch vergleichsweise selten genannt, obwohl
seine Wirkung in ihrer Konsequenz kaum zu übertreffen ist. Genau
das führte auch dazu, dass Filmfan Sandro vom Podcast Steven
Spoilberg jahrelang einen Bogen um den Film machte. Gemeinsam mit
Kühne, der den Film ebenfalls erstmals gesehen hat, diskutiert er
nun, ob Klimovs Werk seinen Ruf als kompromissloses Meisterstück
wirklich verdient – oder ob es sich um einen überhöhten Titel einer
längst vergangenen Kinoära handelt.
funktionieren kann, ist so alt wie das Kino selbst. Kaum ein Genre
ringt so konsequent mit der Frage, wie sich Gewalt, Trauma und
Menschlichkeit überhaupt darstellen lassen, ohne sie zu
verharmlosen. Ein Werk, auf das sich viele in dieser Debatte
einigen würden, ist Komm und sieh! von Regisseur Elem Klimov. Das
brachiale Meisterwerk von 1985 gilt bis heute als ungeschöntes
Mahnmal gegen den Krieg und den vollständigen Verlust von
Menschlichkeit. Komm und sieh! erzählt die Geschichte des jungen
Fljora, der im von deutschen Truppen besetzten Belarus während des
Zweiten Weltkriegs zu den Partisanen stößt. Was als naive Hoffnung
auf Abenteuer beginnt, verwandelt sich schnell in einen Albtraum
aus Gewalt, Zerstörung und seelischer Auslöschung. Je tiefer Fljora
in die Kriegsrealität gezogen wird, desto deutlicher zerfällt jede
Form von Unschuld – bis am Ende kaum noch etwas von dem Jungen
übrig ist, der einst voller Erwartungen in den Krieg zog. Im
Unterschied zu anderen berühmten Kriegsfilmen wie Apocalypse Now
(1979) oder Der Soldat James Ryan (1988) wird Komm und sieh! im
öffentlichen Diskurs jedoch vergleichsweise selten genannt, obwohl
seine Wirkung in ihrer Konsequenz kaum zu übertreffen ist. Genau
das führte auch dazu, dass Filmfan Sandro vom Podcast Steven
Spoilberg jahrelang einen Bogen um den Film machte. Gemeinsam mit
Kühne, der den Film ebenfalls erstmals gesehen hat, diskutiert er
nun, ob Klimovs Werk seinen Ruf als kompromissloses Meisterstück
wirklich verdient – oder ob es sich um einen überhöhten Titel einer
längst vergangenen Kinoära handelt.
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