Die existenzielle Wucht der Leidfrage bei Dostojewski (Theodizee)

Die existenzielle Wucht der Leidfrage bei Dostojewski (Theodizee)

vor 3 Wochen
27 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Wochen

In den kommenden Folgen widmen wir uns der Theodizeefrage aus der
Perspektive der modernen analytischen Philosophie. Bevor wir
jedoch in logische Argumente und systematische Analysen
einsteigen, möchten wir einen Schritt zurücktreten.





Denn die Frage nach dem Leid ist kein rein theoretisches Problem.
Sie trifft uns auf einer zutiefst existenziellen Ebene und darf
daher unter keinen Umständen leichtfertig behandelt werden.





Um diese existenzielle Wucht sichtbar zu machen, beschäftigen wir
uns in dieser Folge mit der Leidfrage im Weltklassiker Die Brüder
Karamasow von Fjodor Dostojewski.





Zugleich stellen wir eine grundlegende moralische Frage: Dürfen
wir überhaupt versuchen, eine Rechtfertigung Gottes für das
Zulassen des Leids zu formulieren – oder verfehlt jede Theodizee
notwendigerweise die Erfahrung der Leidenden?





Diese Folge versteht sich als existenzieller Einstieg in eine
philosophische Auseinandersetzung, die uns in den kommenden
Episoden weiter begleiten wird.





0:00 Intro


1:09 Was bedeutet Theodizee?


1:43 Das Erdbeben von Lissabon


2:45 Die Theodizeefrage in die Brüder Karamasow


8:57 Dostojewskis exis­ten­zi­elle Antwort auf das Leid


11:34 Ivans Reaktion auf das Leid


11:51 Die Auferstehungshoffnung bei Dostojewski


13:50 Analytische Philosophie vs. Dostojewski


14:53 Dürfen wir eine Theodizee aufstellen?


15:54 Anti-Theodizee


18:32 Inwiefern es in Ordnung ist eine Theodizee aufzustellen


23:36 Emotionale Sensibilität in der Leidfrage


25:56 Ausblick





Quellen:


Adams, Marylyn McCord. Horrendous Evils and the Goodness of God,
2000, Cornell University Press


Dostojewski, Fjodor. Die Brüder Karamasow, 1880





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