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  4. Health 2 Go | 23. Wenn es im Ohr pfeift
Tinnitus verstehen und behandeln – mit fachkundigen Einblicken
aus der HNO-Heilkunde und der Traditionellen Chinesischen
Medizin.

Tinnitus – ein Pfeifen, Rauschen, Brummen oder Klopfen im Ohr –
betrifft viele Menschen mindestens einmal im Leben. Meist tritt
das Geräusch plötzlich auf, und während es bei einigen rasch
wieder verschwindet, wird es für andere zu einem dauerhaften
Begleiter. In dieser Folge
von Health2Go spricht Moderatorin Gabi
mit Dr. Ulrike Mattarei, Fachärztin für
Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde an der Marienklinik Bozen.
Zusätzlich hat sie den Master of Science für Traditionelle
Chinesische Medizin absolviert und verbindet beide Ansätze in
ihrer täglichen Arbeit.

Was genau ist Tinnitus? Dr. Mattarei erklärt, dass es sich um ein
Ohrgeräusch handelt, das nur die Betroffenen wahrnehmen. Die
Wahrnehmung ist individuell – Pfeifen, Knacken, Surren –, und es
wird zwischen objektivem und subjektivem Tinnitus unterschieden.
Während ein objektiver Tinnitus durch echte körpereigene
Geräusche entsteht, basiert der subjektive, häufige Tinnitus auf
einer fehlerhaften Informationsverarbeitung im Gehirn, meist mit
Ursprung in der Cochlea.

Tinnitus ist weit verbreitet: Etwa 14 % der Erwachsenen sind
betroffen, besonders Menschen über 65. Häufigste Ursache ist eine
Schädigung der Haarzellen im Innenohr, oft in Zusammenhang mit
einer Hörminderung. Auch Lärm, Medikamente,
Durchblutungsstörungen, somatosensorische Einflüsse oder Stress
können eine Rolle spielen. Berufe mit hoher Lärmbelastung – etwa
Musiker:innen oder Personen an Maschinen – sind besonders
gefährdet.

Wann braucht es ärztliche Abklärung? Wenn ein Tinnitus länger
anhält, mit Hörverlust oder Schwindel einhergeht oder sich nicht
rasch beruhigt. In der Marienklinik erfolgt eine umfassende
Anamnese, Ohrmikroskopie, Hörtests sowie bei Bedarf
weiterführende Untersuchungen. Wichtig ist es, zwischen
kompensiertem und dekompensiertem Tinnitus zu unterscheiden –
Letzterer beeinträchtigt den Alltag deutlich und erfordert oft
ein interdisziplinäres Vorgehen.

Behandlungsmöglichkeiten reichen von Aufklärung über die Rolle
des Hörsystems bis hin zur Therapie der zugrunde liegenden
Hörminderung, etwa mit Hörgeräten oder einem Cochlea-Implantat.
Auch psychosomatische Unterstützung, Stressreduktion, das Lösen
von Verspannungen sowie Akupunktur können helfen. Dr. Mattarei
betont: Es gibt nicht die eine Therapie für alle – entscheidend
ist, Einflussfaktoren zu erkennen und Schritt für Schritt zu
verändern.

Jetzt reinhören – für alle, die verstehen möchten, woher
der Ton kommt und wie man den Umgang damit erleichtern
kann.

Weitere Infos:

Dr. Ulrike Mattarei

⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠Marienklinik⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠Martinsbrunn ParkClinic⁠
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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