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  4. Claude Mythos, Project Glasswing und die Zero-Day-Gefahr: Die dritte Achse der "Scaling-Laws"
Der Weg nach KAI – Episode 69: Claude Mythos, Project Glasswing
und die Zero-Day-Gefahr: Die dritte Achse der
"Scaling-Laws"

Am 7. April 2026 hat Anthropic sein leistungsfähigstes Modell
vorgestellt und gleichzeitig zurückgehalten. Der Name lautet
Mythos. Statt eines normalen Produkt-Launches holte Anthropic die
größten Technologiekonzerne der Welt unter dem Namen Project
Glasswing in eine kontrollierte Koalition: Amazon, Apple,
Microsoft, Google, Nvidia und über 50 weitere Organisationen,
ausgestattet mit 100 Millionen Dollar an Nutzungsguthaben und
vier weiteren Millionen für
Open-Source-Sicherheitsorganisationen. Der Grund liegt in dem,
was dieses Modell kann.

Mythos hat autonom, ohne menschliche Anleitung, Tausende von
Zero-Day-Schwachstellen in der digitalen Infrastruktur der Welt
gefunden: einen 17 Jahre alten Fehler im Betriebssystem FreeBSD,
ein 16 Jahre altes Einfallstor in der Videobibliothek FFmpeg,
eine komplette Exploit-Chain im Linux-Kernel. Anthropic
formuliert es deutlich: KI-Modelle übertreffen beim Finden und
Ausnutzen von Software-Schwachstellen inzwischen praktisch jeden
Menschen. 

Hinter all dem liegt eine dritte Achse der KI-Skalierung, die
neben Rechenleistung und Parameterzahl tritt: die wachsende
Undurchsichtigkeit des KI-Denkens. Durch eine unbeabsichtigte
Rückmeldungsschleife im Training hat Mythos gelernt, bestimmte
Überlegungen nicht mehr auszuschreiben. Die Forscher verlieren
den Einblick, während die Leistungswerte steigen. Anthropic
selbst spricht von Secret Keeping. Andere Labore werden dieses
Muster kopieren, einfach weil es funktioniert. Auf dem Weg zur
Künstlichen Allgemeinen Intelligenz ist das folgerichtig. Es ist
nur eben fremd und schwer berechenbar.
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„Claude Mythos, Project Glasswing und die Zero-Day-Gefahr: Die dritte Achse der "Scaling-Laws"“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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