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Beschreibung
vor 3 Tagen
TOUKI BOUKI ist der erste afrikanische Film, den wir hier bei
SchönerDenken schauen und über unserer ersten Eindruck sprechen.
Es war höchste Zeit. Der Film von Djibril Diop Mambéty aus dem
Jahr 1973 gilt aus Meilenstein des afrikanischen Kinos. Im
Mittelpunkt steht ein junges Paar: Der Viehhirte Mory, dessen
Motorrad Rinderhörner schmücken und Anta, eine Studentin, die
ihren ganz eigenen Weg gehen will. In ihrem Freiheitsdrang
scheinen die Beiden unaufhaltsam zu sein. Die nötigsten Mittel
stehlen sie, bis sie die Tickets in die große Welt in den Händen
halten. Ihr Ziel: Paris.
So nachvollziehbar und linear, wie es sich hier liest, erzählt
Mambety seine Geschichte nicht. TOUKI BOUKI ist fragmentarisch,
schneidet mutig Bilder von Rinderschlachtung dazwischen, springt
wild in den lückenhaften Erzählebenen. Harter Bild- und
Tonschnitt halten das Publikum wach. „Bouki“ steht in der Sprache
Wolof für eine Figur wie Loki, die trickst und täuscht und so an
ihr Ziel kommt, Das spiegelt sich in der sprunghaften und
eigenwilligen Inszenierung wieder. Dazu dröhnt unaufhörlich das
Lied „Paris, Paris, Paris“ und Maria Callas singt Mozart. Eine
Avantgarde-Perle, mit nur 30.000 Dollar unabhängig
produziert.
Im Podcast sprechen wir über die starken Darsteller Magaye Niang
(Mory) und Mareme Niang (Anta), über den Pool des Sugar Daddys,
über Anta an Bord des Schiffs, über den Einfluss der Nouvelle
Vague und über den Mut des Regisseurs. Am Mikrofon direkt nach
dem Film: Johanna und Thomas. Die sehr gut restaurierte Fassung
von TOUKI BOUKI ist auf MUBI zu sehen.
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