Passagierrekord: Braucht es eine Flugticket-Abgabe?
vor 2 Tagen
Die Schweizer Flughäfen verzeichneten im vergangenen Jahr neue
Passagierrekorde. Doch das Fliegen belastet das Klima stark. Eine
neue Initiative will deshalb Vielflieger mit einer Ticketabgabe zur
Kasse bitten und Bahnreisen fördern. Braucht es eine F ...
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Beschreibung
vor 2 Tagen
Die Schweizer Flughäfen verzeichneten im vergangenen Jahr neue
Passagierrekorde. Doch das Fliegen belastet das Klima stark. Eine
neue Initiative will deshalb Vielflieger mit einer Ticketabgabe zur
Kasse bitten und Bahnreisen fördern. Braucht es eine
Flugticket-Abgabe? In vielen Schweizer Kantonen haben die
Frühlingsferien begonnen. In dieser Jahreszeit zieht es viele in
den wärmeren Süden – oft per Flugzeug. Die Statistik zeigt: Die
Lust am Fliegen ist wieder gestiegen. Schätzungsweise gegen 10’000
Kilometer legen Schweizerinnen und Schweizer jährlich in der Luft
zurück – und etwa 2500 Kilometer auf der Schiene. 2025
verzeichneten die Schweizer Flughäfen Zürich, Genf und Basel vier
Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr. Täglich sind über 1200
Flugzeuge in der Schweiz gestartet oder gelandet. Das ist mehr als
vor der Corona-Pandemie – und ein neuer Rekord. Die boomende
Fliegerei hat jedoch eine Kehrseite: Der Luftverkehr zählt zu den
klimaschädlichsten Mobilitätsformen. Der Bundesrat schätzte 2021,
dass das Fliegen rund 27 Prozent der gesamten Klimawirkung
verursacht – mehr als jeder andere Sektor in der Schweiz. Die
Umweltorganisation «Umverkehr» beginnt Ende April mit der
Unterschriftensammlung für eine neue Initiative. Sie will
Vielflieger zur Kasse bitten und das Bahnfahren attraktiver machen.
Vorgesehen ist eine Abgabe von mindestens 30 Franken auf
Flugtickets. Zwei Drittel der geschätzten jährlichen Einnahmen von
1,5 Milliarden Franken sollen als Mobilitätsgutscheine an die
Bevölkerung zurückfliessen. Diese Gutscheine wären im öffentlichen
Verkehr im In- und Ausland auf Zug- und Busverbindungen gültig. Der
Rest soll in den internationalen Bahnverkehr fliessen, etwa in
zusätzliche Direktverbindungen oder in den Ausbau von Nachtzügen.
Gegnerinnen und Gegner einer Flugticket-Abgabe befürchten, dass
Schweizer Fluggesellschaften gegenüber der ausländischen Konkurrenz
benachteiligt wären. Zudem könnte die Abgabe das Gegenteil
bewirken, so die Kritik: Passagiere würden für günstigere Preise
Zwischenstopps und Umwege in Kauf nehmen und ab Mailand, Wien oder
München fliegen, wo die Abgabe tiefer sei. Passagierrekorde an
Schweizer Flughäfen: Braucht es eine Flugticket-Abgabe? Oder ist
das kontraproduktiv und gefährdet Arbeitsplätze in der Schweiz? In
der Diskussionssendung «Forum» debattieren: · Pro: Priska
Wismer-Felder, Nationalrätin Mitte und im Komitee der
Mobilitätsbon-Initiative · Contra: Thomas Hurter, Nationalrat SVP,
Präsident Aerosuisse und Linienpilot
Passagierrekorde. Doch das Fliegen belastet das Klima stark. Eine
neue Initiative will deshalb Vielflieger mit einer Ticketabgabe zur
Kasse bitten und Bahnreisen fördern. Braucht es eine
Flugticket-Abgabe? In vielen Schweizer Kantonen haben die
Frühlingsferien begonnen. In dieser Jahreszeit zieht es viele in
den wärmeren Süden – oft per Flugzeug. Die Statistik zeigt: Die
Lust am Fliegen ist wieder gestiegen. Schätzungsweise gegen 10’000
Kilometer legen Schweizerinnen und Schweizer jährlich in der Luft
zurück – und etwa 2500 Kilometer auf der Schiene. 2025
verzeichneten die Schweizer Flughäfen Zürich, Genf und Basel vier
Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr. Täglich sind über 1200
Flugzeuge in der Schweiz gestartet oder gelandet. Das ist mehr als
vor der Corona-Pandemie – und ein neuer Rekord. Die boomende
Fliegerei hat jedoch eine Kehrseite: Der Luftverkehr zählt zu den
klimaschädlichsten Mobilitätsformen. Der Bundesrat schätzte 2021,
dass das Fliegen rund 27 Prozent der gesamten Klimawirkung
verursacht – mehr als jeder andere Sektor in der Schweiz. Die
Umweltorganisation «Umverkehr» beginnt Ende April mit der
Unterschriftensammlung für eine neue Initiative. Sie will
Vielflieger zur Kasse bitten und das Bahnfahren attraktiver machen.
Vorgesehen ist eine Abgabe von mindestens 30 Franken auf
Flugtickets. Zwei Drittel der geschätzten jährlichen Einnahmen von
1,5 Milliarden Franken sollen als Mobilitätsgutscheine an die
Bevölkerung zurückfliessen. Diese Gutscheine wären im öffentlichen
Verkehr im In- und Ausland auf Zug- und Busverbindungen gültig. Der
Rest soll in den internationalen Bahnverkehr fliessen, etwa in
zusätzliche Direktverbindungen oder in den Ausbau von Nachtzügen.
Gegnerinnen und Gegner einer Flugticket-Abgabe befürchten, dass
Schweizer Fluggesellschaften gegenüber der ausländischen Konkurrenz
benachteiligt wären. Zudem könnte die Abgabe das Gegenteil
bewirken, so die Kritik: Passagiere würden für günstigere Preise
Zwischenstopps und Umwege in Kauf nehmen und ab Mailand, Wien oder
München fliegen, wo die Abgabe tiefer sei. Passagierrekorde an
Schweizer Flughäfen: Braucht es eine Flugticket-Abgabe? Oder ist
das kontraproduktiv und gefährdet Arbeitsplätze in der Schweiz? In
der Diskussionssendung «Forum» debattieren: · Pro: Priska
Wismer-Felder, Nationalrätin Mitte und im Komitee der
Mobilitätsbon-Initiative · Contra: Thomas Hurter, Nationalrat SVP,
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