International: Island – Kampf mit dem Vulkan in Grindavik

International: Island – Kampf mit dem Vulkan in Grindavik

vor 19 Stunden
Die Hafenstadt Grindavik wurde wegen eines drohenden Vulkanausbruchs evakuiert. Ein Lehrstück im Umgang mit der Natur. Die Reportage.
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International

Beschreibung

vor 19 Stunden
Die Hafenstadt Grindavik wurde wegen eines drohenden
Vulkanausbruchs evakuiert. Ein Lehrstück im Umgang mit der Natur.
Die Reportage. Grindavik ist eine der wichtigsten Hafenstädte
Islands. Ganz in der Nähe liegt die Blaue Lagune, eine berühmte
Touristenattraktion. In den letzten zweieinhalb Jahren haben
Lava-Ströme grosse Teile des Gemeindegebietes verschüttet. Die
Bevölkerung wurde evakuiert. Nun kämpfen sich die Bewohnerinnen und
Bewohner der Stadt langsam zurück. Was in Grindavik passiert,
könnte für andere Weltregionen lehrreich sein, die ebenfalls mit
Naturgewalten zu kämpfen haben. Nach der Evakuierung der Hafenstadt
ersetzte der Staat den Gemeinderat durch ein Technokraten-Gremium
und kaufte den Evakuierten ihre Häuser zum Marktwert ab: damit sie
sich anderswo etwas kaufen konnten. Und der isländische Staat
investierte viel Geld in die Erneuerung der beschädigten
Infrastruktur in die Hafenstadt, um sie am Leben zu erhalten. Kann
die Rückkehr der Bevölkerung nach Grindavik verantwortet werden?
Vom Vulkan geht weiterhin Gefahr aus. Die Stadt aufzugeben, würde
eine Gemeinschaft für immer zerstören. Noch nie musste in Island
eine ganze Stadt evakuiert werden. Der Umgang mit der vulkanischen
Gefahr ist deshalb ein Lehrstück für das Land selbst, das sich die
Frage stellen muss: Was ist ein akzeptables Risiko?
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