Papyrus Rabbit Hole oder: True-Crime aus dem Alten Rom
vor 6 Tagen
Ein Gespräch mit Anna Dolganov (Althistorikerin und Papyrologin)
Podcast
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Beschreibung
vor 6 Tagen
Papyrus – klingt nach staubigen Texten und ziemlich weit weg von
unserer Gegenwart. Aber dieses Vorurteil ändert sich schnell, wenn
einem Anna Dolganov, Althistorikerin und Papyrologin am
Österreichischen Archäologischen Institut, diesen unter die Nase
hält. Denn ihr letzter Forschungsfund, ein Papyrus etwa so groß wie
ein heutiges A4-Blatt, enthält den Stoff für einen waschechten
Politthriller. Im Mittelpunkt stehen zwei Herren: Gadalias, der
Sohn eines Notars mit zweifelhaftem Ruf, und sein Kumpan Saulos,
ein Mann mit einer Vorliebe für kreative Buchhaltung. Ihr
Verbrechen? Ein fingierter Sklavenkauf, verbunden mit einer
dreisten Manipulation offizieller Dokumente. Das Ziel: Steuern
sparen. Wahrscheinlich. Was genau Gadalias und Saulos bezweckten,
bleibt unklar. War es bloß ein schlauer Trick, um den römischen
Fiskus zu prellen? Oder steckte mehr dahinter? Immerhin fällt auf,
dass einer der vermeintlich gekauften Sklaven anschließend
freigelassen wurde. Ein merkwürdiger Zug für einen Finanzbetrug –
es sei denn, der wahre Plan bestand darin, jüdische Sklaven in die
Freiheit zu schleusen, vielleicht sogar Rebellen, die in den Wirren
der letzten Aufstände in Gefangenschaft geraten waren. Der Fall
Gadalias und Saulos zeigt: Geschichte ist selten so klar, wie sie
scheint. War es ein gewöhnlicher Betrug – oder ein Akt des
Widerstands? Hatte man es nur auf Geld abgesehen, oder ging es um
weit mehr? Und wie fühlt es sich an, fast 2000 Jahre später ein
Dokument zu entziffern, das mitten in diesen Wirren geschrieben
wurde? Diese Podcast-Folge haben wir uns von unserem
Schwesternpodcast IM MUSEUM ausgeborgt.
unserer Gegenwart. Aber dieses Vorurteil ändert sich schnell, wenn
einem Anna Dolganov, Althistorikerin und Papyrologin am
Österreichischen Archäologischen Institut, diesen unter die Nase
hält. Denn ihr letzter Forschungsfund, ein Papyrus etwa so groß wie
ein heutiges A4-Blatt, enthält den Stoff für einen waschechten
Politthriller. Im Mittelpunkt stehen zwei Herren: Gadalias, der
Sohn eines Notars mit zweifelhaftem Ruf, und sein Kumpan Saulos,
ein Mann mit einer Vorliebe für kreative Buchhaltung. Ihr
Verbrechen? Ein fingierter Sklavenkauf, verbunden mit einer
dreisten Manipulation offizieller Dokumente. Das Ziel: Steuern
sparen. Wahrscheinlich. Was genau Gadalias und Saulos bezweckten,
bleibt unklar. War es bloß ein schlauer Trick, um den römischen
Fiskus zu prellen? Oder steckte mehr dahinter? Immerhin fällt auf,
dass einer der vermeintlich gekauften Sklaven anschließend
freigelassen wurde. Ein merkwürdiger Zug für einen Finanzbetrug –
es sei denn, der wahre Plan bestand darin, jüdische Sklaven in die
Freiheit zu schleusen, vielleicht sogar Rebellen, die in den Wirren
der letzten Aufstände in Gefangenschaft geraten waren. Der Fall
Gadalias und Saulos zeigt: Geschichte ist selten so klar, wie sie
scheint. War es ein gewöhnlicher Betrug – oder ein Akt des
Widerstands? Hatte man es nur auf Geld abgesehen, oder ging es um
weit mehr? Und wie fühlt es sich an, fast 2000 Jahre später ein
Dokument zu entziffern, das mitten in diesen Wirren geschrieben
wurde? Diese Podcast-Folge haben wir uns von unserem
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