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Beschreibung
vor 2 Monaten
Hallo, wie geht's? Gut? Mir auch! Wie ist es, die eigene Stimme
aufzunehmen, sie auf einer Schallplatte einzuschreiben, in einen
Briefumschlag zu stecken und dann über den Atlantik aus der USA
zurück nach Wien zu verschicken? Sprachnachrichten gibt es schon
überraschend lange. Vor dem Kassettenrecorder, mit denen jede
Person ein Aufnahmegerät ins Haus bekam, gab es im öffentlichen
Raum Voice-o-maten, das sind Aufnahmekabinen, die ein bisschen wie
Telefonzellen aussahen. Man warf eine Münze rein und hatte 2
Minuten Zeit, ins Mikrofon zu sprechen. Die Schallplatte, die dabei
herauskam, konnte man dann versenden oder weiter schenken. Eva
Kapeller-Hallama beschäftigte sich die letzten Jahre mit analogen
Audiobriefen. Sie leitet das Forschungsprojekt SONIME – Sonic
Memories, Audio Letters in Times of Migration and Mobility und
baute damit an der Österreichischen Mediathek eine eigene
Audiobriefsammlung auf. In dieser Episode ist sie bei uns im Studio
zu Gast und hat einige Originalaufnahmen mitgebracht! Ihr hört
Briefe aus dem Jahr 1912 und 1968, einen, der in einer Badewanne
aufgenommen wurde, und einen bei dem niemand weiß, wer denn die
darauf zu hörenden Personen sind. Eva: „Man kann sehr viel durch
die Stimme selbst erfahren. Wenn man eine Aufnahme hat, auf der
mehrere Familienmitglieder zu hören sind, und wir jetzt den Kontext
dazu nicht haben, kann man die Beziehungen oft an den Zwischentönen
verstehen, nicht an den Worten. Man kann hören, in welchem
Verhältnis die einzelnen Personen zueinander stehen.“
aufzunehmen, sie auf einer Schallplatte einzuschreiben, in einen
Briefumschlag zu stecken und dann über den Atlantik aus der USA
zurück nach Wien zu verschicken? Sprachnachrichten gibt es schon
überraschend lange. Vor dem Kassettenrecorder, mit denen jede
Person ein Aufnahmegerät ins Haus bekam, gab es im öffentlichen
Raum Voice-o-maten, das sind Aufnahmekabinen, die ein bisschen wie
Telefonzellen aussahen. Man warf eine Münze rein und hatte 2
Minuten Zeit, ins Mikrofon zu sprechen. Die Schallplatte, die dabei
herauskam, konnte man dann versenden oder weiter schenken. Eva
Kapeller-Hallama beschäftigte sich die letzten Jahre mit analogen
Audiobriefen. Sie leitet das Forschungsprojekt SONIME – Sonic
Memories, Audio Letters in Times of Migration and Mobility und
baute damit an der Österreichischen Mediathek eine eigene
Audiobriefsammlung auf. In dieser Episode ist sie bei uns im Studio
zu Gast und hat einige Originalaufnahmen mitgebracht! Ihr hört
Briefe aus dem Jahr 1912 und 1968, einen, der in einer Badewanne
aufgenommen wurde, und einen bei dem niemand weiß, wer denn die
darauf zu hörenden Personen sind. Eva: „Man kann sehr viel durch
die Stimme selbst erfahren. Wenn man eine Aufnahme hat, auf der
mehrere Familienmitglieder zu hören sind, und wir jetzt den Kontext
dazu nicht haben, kann man die Beziehungen oft an den Zwischentönen
verstehen, nicht an den Worten. Man kann hören, in welchem
Verhältnis die einzelnen Personen zueinander stehen.“
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