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  4. Japans Todeswohnungen: Was wirklich hinter Jiko Bukken steckt
Stell dir vor, du ziehst in eine neue Wohnung ein – günstig, gute
Lage, frisch renoviert. Und dann erfährst du, was dort passiert
ist.

In Japan gibt es eine eigene Kategorie für Immobilien, in denen
Menschen gestorben sind: Jiko Bukken – Wohnungen, in denen Morde
begangen wurden, Menschen einsam verwesten, oder Selbstmorde
stattfanden. Und es gibt eine Website mit über 50.000 solcher
Adressen, täglich besucht von Hunderttausenden Menschen.

In dieser Folge tauchen wir tief in ein Phänomen ein, das weit
mehr ist als eine Horrorgeschichte: Es ist ein Spiegel einer
ganzen Gesellschaft. Wir sprechen über den Twitter-Killer von
Zama, der neun Menschen in seiner Kühlbox lagerte. Über das
Setagaya-Familienmassaker, das seit 25 Jahren ungelöst ist und
dessen Tatort rund um die Uhr bewacht wird. Über einen Mann, der
26 Jahre lang Miete für die blutbefleckte Wohnung seiner
ermordeten Frau zahlte – und damit zur Aufklärung des Falls
beitrug. Und über Tokyos „ältesten Mann", der seit drei
Jahrzehnten tot auf seinem Bett lag, während seine Familie weiter
seine Rente kassierte.

Dahinter stecken Jahrtausende japanische Kulturgeschichte:
Kegare, die Unreinheit des Todes im Shintoismus. Onryō,
rachsüchtige Geister, die jeden angreifen. Und eine Gesellschaft,
in der 76.000 Menschen pro Jahr allein sterben – und niemand es
merkt.

Willkommen bei Blanker Horror. Heute machen wir eine
Wohnungsbesichtigung.
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„Japans Todeswohnungen: Was wirklich hinter Jiko Bukken steckt“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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