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  4. Warum wollen die Großmächte nach 53 Jahren plötzlich wieder zum Mond?
Vier Astronauten sind zum Mond geflogen – zum ersten Mal seit
1972. Doch die Artemis-2-Mission ist mehr als ein Testflug: Sie
gilt als entscheidender Prüfstein dafür, ob die USA ihre
Führungsrolle im All behaupten können. China plant spätestens
2030 eine eigene bemannte Mondmission – und wer dort zuerst
dauerhaft präsent ist, könnte künftig Standards für
Infrastruktur, Rohstoffe und Einfluss im All setzen.

Das Programm dahinter ist ein Hochrisikoprojekt: Artemis hat
bereits rund 100 Milliarden Dollar gekostet, wurde jahrelang
verzögert und setzt mit dem Space Launch System teilweise auf
überarbeitete Technik aus den 1980er-Jahren. Der Rechnungshof der
NASA bewertet das Programm bei den aktuellen Kosten als kaum
finanzierbar. Gleichzeitig treiben private Unternehmen das Tempo
voran: Mit rund 80 Prozent aller Raketenstarts weltweit ist
SpaceX derzeit die dominierende Kraft im All.

Langfristig wird der Weltraum vielfältiger: Neben den USA und
China investieren auch Indien, Japan, Europa und die Emirate in
eigene Programme. Bis etwa 2040 könnte sich eine multipolare
Raumfahrt entwickeln, bei der mehrere Akteure eine relevante
Rolle spielen. Deutschland plant bis 2030 Investitionen von rund
35 Milliarden Euro in Satelliten, Abwehr und Startkapazitäten.
Russland hingegen verliert zunehmend an Bedeutung. Dabei stellt
sich die Frage: Geht es vor allem um Prestige – oder um die
Kontrolle über zukünftige Infrastruktur und Ressourcen im All?

Darüber spricht Dilan Gropengiesser mit
ZEIT-Wissenschaftskorrespondent Stefan Schmitt in der aktuellen
Folge von Was jetzt? – Die Woche.
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„Warum wollen die Großmächte nach 53 Jahren plötzlich wieder zum Mond?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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