Tatort Niedersachsen: Mörderische Menschenjagd vor dem „Joker“ – der Fall Thomas
vor 6 Tagen
Episode 87
Beschreibung
vor 6 Tagen
Samstagnacht in der Großraumdiskothek „Jolly Joker“ in
Braunschweig: Hunderte Jugendliche drängen sich auf der Tanzfläche
unter den bunten Lichtern. Niemand ahnt, dass sich draußen, nur
wenige hundert Meter entfernt, unter einer Brücke in der Dunkelheit
eine tödliche Verfolgung zusammenbraut. Thomas aus dem Landkreis
Peine wollte im „Joker“ „nur kurz“ zur Toilette, doch danach ist er
wie vom Erdboden verschwunden. Sein Freund wartet in der Disko
vergeblich auf seine Rückkehr, und auch zu Hause im Landkreis Peine
kommt der 17‑Jährige nie mehr an. Die Polizei ist sich schnell
sicher, dass es sich hier um keinen gewöhnlichen Vermisstenfall
eines Jugendlichen handelt. Es werden Wochen vergehen, ehe die
Leiche von Thomas in einem eingezäunten Regenrückhaltebecken
entdeckt wird. Die Tat schockiert 1999 die Menschen weit über die
Region hinaus. Und sie stellt Fragen, die auch ein
Vierteljahrhundert später kaum an Aktualität verloren haben: Wie
brutal kann Jugendgewalt werden? Welche Rolle spielen Ehre,
Gruppenzwang und Rassismus? Die Spur führt zu einer Clique
Gleichaltriger; zwei von ihnen landen vor dem Landgericht
Braunschweig auf der Anklagebank. Am Ende ist klar: Der Tod von
Thomas war kein Zufall und kein Unglück. Doch bleibt die Frage: War
es rechtlich „nur“ fahrlässige Tötung – oder moralisch doch eine
mörderische Hetzjagd bis in den Tod? Holger Kunkel war an den
Ermittlungen beteiligt. Der pensionierte Kriminalist erklärt im
Gespräch mit Polizei‑ und Gerichtsreporter Hendrik Rasehorn, was
alles unternommen wurde, um Thomas zu finden und die Täter zu
überführen. Der Fall Thomas macht deutlich, wie schnell eine
scheinbar alltägliche Nacht in einem Club in einen Abgrund aus Hass
und Gewalt kippen kann.
Braunschweig: Hunderte Jugendliche drängen sich auf der Tanzfläche
unter den bunten Lichtern. Niemand ahnt, dass sich draußen, nur
wenige hundert Meter entfernt, unter einer Brücke in der Dunkelheit
eine tödliche Verfolgung zusammenbraut. Thomas aus dem Landkreis
Peine wollte im „Joker“ „nur kurz“ zur Toilette, doch danach ist er
wie vom Erdboden verschwunden. Sein Freund wartet in der Disko
vergeblich auf seine Rückkehr, und auch zu Hause im Landkreis Peine
kommt der 17‑Jährige nie mehr an. Die Polizei ist sich schnell
sicher, dass es sich hier um keinen gewöhnlichen Vermisstenfall
eines Jugendlichen handelt. Es werden Wochen vergehen, ehe die
Leiche von Thomas in einem eingezäunten Regenrückhaltebecken
entdeckt wird. Die Tat schockiert 1999 die Menschen weit über die
Region hinaus. Und sie stellt Fragen, die auch ein
Vierteljahrhundert später kaum an Aktualität verloren haben: Wie
brutal kann Jugendgewalt werden? Welche Rolle spielen Ehre,
Gruppenzwang und Rassismus? Die Spur führt zu einer Clique
Gleichaltriger; zwei von ihnen landen vor dem Landgericht
Braunschweig auf der Anklagebank. Am Ende ist klar: Der Tod von
Thomas war kein Zufall und kein Unglück. Doch bleibt die Frage: War
es rechtlich „nur“ fahrlässige Tötung – oder moralisch doch eine
mörderische Hetzjagd bis in den Tod? Holger Kunkel war an den
Ermittlungen beteiligt. Der pensionierte Kriminalist erklärt im
Gespräch mit Polizei‑ und Gerichtsreporter Hendrik Rasehorn, was
alles unternommen wurde, um Thomas zu finden und die Täter zu
überführen. Der Fall Thomas macht deutlich, wie schnell eine
scheinbar alltägliche Nacht in einem Club in einen Abgrund aus Hass
und Gewalt kippen kann.
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