Die Taliban zwischen Radikalität und Pragmatismus

Die Taliban zwischen Radikalität und Pragmatismus

vor 2 Tagen
Gut vier Jahre nach der Machtübernahme der Islamisten in Afghanistan zeigt sich: Die Taliban sind kein homogener Block. Zwischen dem extremistischen und dem pragmatischeren Lager schwelt ein Konflikt.
26 Minuten
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International

Beschreibung

vor 2 Tagen
Gut vier Jahre nach der Machtübernahme der Islamisten in
Afghanistan zeigt sich: Die Taliban sind kein homogener Block.
Zwischen dem extremistischen und dem pragmatischeren Lager schwelt
ein Konflikt. Die Taliban haben ein neues Afghanistan geschaffen.
Das Land am Hindukusch ist im fünften Jahr ihrer Herrschaft
deutlich vorangekommen auf dem Weg zu einem totalitären
Gottesstaat. Vor allem in den Städten herrscht die Angst, vor den
Patrouillen der Sittenpolizei und dem allgegenwärtigen
Geheimdienst. Gleichzeitig jedoch wird immer wieder klar: Die
Taliban sind keine homogene Gruppe, es gibt deutliche Brüche
zwischen den Pragmatikern in der Hauptstadt Kabul und den besonders
Radikalen im südafghanischen Kandahar. Dort sitzt nämlich der
geheimnisvolle Emir, der die oberste Autorität im Land darstellt.
Er hat eine weitgehende Blockade des Internets angeordnet, er
verbannt Mädchen von den Schulen und Frauen von den Universitäten.
Doch seine Dekrete werden regelmässig von gemässigteren
Regime-Vertretern sabotiert. Wohin also steuert das Land der
Taliban?

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