Der Hase und der Igel
vor 1 Woche
Vera Rosenbusch liest „Der Hase und der Igel – Ei…
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Woche
Vera Rosenbusch liest „Der Hase und der Igel – Ein Märchen der
Brüder Grimm“. Die Geschichte kenne ich seit frühester Kindheit.
Ein Stoff, den jede und jeder kennt. Doch bei genauerem Hinhören
ist manches ungewöhnlich: Das Märchen beginnt mit einem Satz über
Wahrheit und Erzählen - und über die Wahrheit des Erzählens. Auch
der Hase unterscheidet sich erheblich von seinen in Goldfolie
eingewickelten Namensvettern, die gerade massenhaft in den
Supermärkten herumstehen. Schließlich ist da noch das überraschende
Ende: „Die Lehre aber aus dieser Geschichte ist erstens, daß
keiner, und wenn er sich auch noch so vornehm dünkt, sich über
einen geringen Mann lustig machen soll, und wenn es auch nur ein
Igel wäre. Und zweitens, daß es geraten ist, wenn einer freit, daß
er sich eine Frau aus seinem Stande nimmt, die geradeso aussieht
wie er selber. Wer also ein Igel ist, der muß zusehen, daß seine
Frau auch ein Igel ist, und so weiter.“ Die Erzähler spielen mit
dem Wunsch des Publikums, „Lehren“ aus Geschichten zu ziehen. Jeder
Mann weiß,dass er auf der ganzen Erde keine Frau finden, die
„geradeso aussieht wie er selber“. Ein subtiler Witz. Im Original
der Brüder Grimm ist der Text übrigens niederdeutsch. Ich habe die
Übersetzung sprachlich behutsam modernisiert. Hören Sie selbst!
Brüder Grimm“. Die Geschichte kenne ich seit frühester Kindheit.
Ein Stoff, den jede und jeder kennt. Doch bei genauerem Hinhören
ist manches ungewöhnlich: Das Märchen beginnt mit einem Satz über
Wahrheit und Erzählen - und über die Wahrheit des Erzählens. Auch
der Hase unterscheidet sich erheblich von seinen in Goldfolie
eingewickelten Namensvettern, die gerade massenhaft in den
Supermärkten herumstehen. Schließlich ist da noch das überraschende
Ende: „Die Lehre aber aus dieser Geschichte ist erstens, daß
keiner, und wenn er sich auch noch so vornehm dünkt, sich über
einen geringen Mann lustig machen soll, und wenn es auch nur ein
Igel wäre. Und zweitens, daß es geraten ist, wenn einer freit, daß
er sich eine Frau aus seinem Stande nimmt, die geradeso aussieht
wie er selber. Wer also ein Igel ist, der muß zusehen, daß seine
Frau auch ein Igel ist, und so weiter.“ Die Erzähler spielen mit
dem Wunsch des Publikums, „Lehren“ aus Geschichten zu ziehen. Jeder
Mann weiß,dass er auf der ganzen Erde keine Frau finden, die
„geradeso aussieht wie er selber“. Ein subtiler Witz. Im Original
der Brüder Grimm ist der Text übrigens niederdeutsch. Ich habe die
Übersetzung sprachlich behutsam modernisiert. Hören Sie selbst!
Weitere Episoden
4 Minuten
vor 2 Wochen
40 Sekunden
vor 3 Monaten
27 Sekunden
vor 4 Monaten
16 Minuten
vor 6 Monaten
56 Sekunden
vor 8 Monaten
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.