Podcaster
Episoden
20.04.2026
2 Minuten
Lutz Flörke und Vera Rosenbusch lesen „Guter Rausch“ von Joachim Ringelnatz. Ein Lob des guten Rausches. Das lyrische Ich verschweigt nicht, dass es auch einen schlechten Rausch gibt. Worin besteht der gute? Man sieht klar und mild. Man geht versöhnlich mit anderen um. Man tritt aus sich selbst heraus, ist entrückt wie ein Engel. Man betritt ein künstliches Paradies. Der gute Rausch entlastet uns, er zeigt, wie wir sein könnten, wenn wir nicht wären, wie wir sind. Eine Hörprobe aus unserem Bühnenprogramm „Die künstlichen Paradiese“.
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02.04.2026
9 Minuten
Vera Rosenbusch liest „Der Hase und der Igel – Ein Märchen der Brüder Grimm“. Die Geschichte kenne ich seit frühester Kindheit. Ein Stoff, den jede und jeder kennt. Doch bei genauerem Hinhören ist manches ungewöhnlich: Das Märchen beginnt mit einem Satz über Wahrheit und Erzählen - und über die Wahrheit des Erzählens. Auch der Hase unterscheidet sich erheblich von seinen in Goldfolie eingewickelten Namensvettern, die gerade massenhaft in den Supermärkten herumstehen. Schließlich ist da noch das überraschende Ende: „Die Lehre aber aus dieser Geschichte ist erstens, daß keiner, und wenn er sich auch noch so vornehm dünkt, sich über einen geringen Mann lustig machen soll, und wenn es auch nur ein Igel wäre. Und zweitens, daß es geraten ist, wenn einer freit, daß er sich eine Frau aus seinem Stande nimmt, die geradeso aussieht wie er selber. Wer also ein Igel ist, der muß zusehen, daß seine Frau auch ein Igel ist, und so weiter.“ Die Erzähler spielen mit dem Wunsch des Publikums, „Lehren“ aus Geschichten zu ziehen. Jeder Mann weiß,dass er auf der ganzen Erde keine Frau finden, die „geradeso aussieht wie er selber“. Ein subtiler Witz. Im Original der Brüder Grimm ist der Text übrigens niederdeutsch. Ich habe die Übersetzung sprachlich behutsam modernisiert. Hören Sie selbst!
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31.03.2026
4 Minuten
Vera Rosenbusch liest "Donna Clara" von Heinrich Heine. Viele träumen davon, durch Liebe, Lyrik, Literatur ihr Leben zu verändern. Und es stimmt ja auch, sie hilft, Distanz herzustellen zu Eltern, Freunden, Alltagsgerede. Mit einem Mal scheint eine andere, bessere Welt mit anderen Texten und anderen Menschen möglich. Das gibt Hoffnung, selbst wenn der Rücksturz ins alte Leben kaum vermeidbar ist. - Ein Gedicht von Heinrich Heine, das bei aller poetischen Schönheit die hässliche Seite der Wirklichkeit nicht aus den Augen verliert.
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28.12.2025
40 Sekunden
Vera Rosenbusch liest ein Wintergedicht von Joachim Ringelnatz.
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16.11.2025
27 Sekunden
Vera Rosenbusch liest "Hast du die Lippen mir wundgeküsst von Heinrich Heine. aus unserem Bühnenprogramm "Nacht".
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Über diesen Podcast
In "Veras Tag und Nacht Buch" präsentiere ich, was mich inspiriert
und bewegt. Bekanntes, Unbekanntes und echte Raritäten wie die "Ode
an Singer" des flämischen Dichters Paul van Ostaijen. Daneben
erwarten Euch Heine, Goethe, Schwitters, Lasker-Schüler,
ausgewählte Märchen und manch eigener Text. Ein Zu-Hörbuch zum
Träumen und Wachen, Hinhören und Aufhorchen. Jede Woche kommt eine
Aufnahme hinzu - wenn ich's denn schaffe ... #literaturhören
#hörbuch #audiobook #literaturinhamburg #literarischespaziergänge
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