Datenmanagement in der gebauten Umwelt
vor 2 Tagen
Warum bessere Daten Brücken und Gebäude länger nutzbar machen
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Tagen
Datenmanagement in der gebauten Umwelt –
Warum bessere Daten Brücken und Gebäude länger nutzbar
machen
Was erwartet dich?
In dieser Folge geht es um die gebaute Umwelt – also um Gebäude,
Brücken, Straßen und andere Infrastrukturen, die unseren Alltag
tragen und gleichzeitig enorme Mengen an Energie und Material
binden. Prof. Dr. Jakob Beetz erklärt, warum ausgerechnet dieser
Bereich digital noch hinterherhinkt, obwohl hier ein enormes
Potenzial für bessere Entscheidungen, mehr Nachhaltigkeit und den
Erhalt kritischer Infrastruktur liegt. Im Zentrum stehen marode
Brücken, fehlende Daten, fragmentierte Informationsquellen und
die Frage, wie Forschungsdatenmanagement helfen kann, Schäden
früher zu erkennen, Sanierungen klüger zu planen und wertvolles
Wissen nicht zu verlieren.
Themen der Episode:
Warum Daten in der gebauten Umwelt so entscheidend
sind:
Gebäude und Infrastruktur verursachen rund ein Drittel des
Ressourcen- und Energieverbrauchs. Trotzdem werden Daten aus
Planung, Bau, Nutzung und Instandhaltung oft nicht strukturiert
erfasst oder weitergegeben.
Brücken als kritische Infrastruktur:
In Deutschland gibt es rund 70.000 Brücken, viele davon mit
ähnlichen Alters- und Materialproblemen.
Um priorisieren zu können, welche Bauwerke zuerst saniert werden
müssen, braucht es belastbare Daten aus Inspektionen, Forschung
und Betrieb.
Daten aus vielen Quellen zusammenführen:
Fotos, Gutachten, Scans, Sensordaten, Pläne und Messprotokolle
liegen meist in getrennten Silos vor.
Erst wenn diese Informationen verknüpft werden, lassen sich
Muster erkennen und bessere Entscheidungen treffen.
Building Performance Gap:
Zwischen geplantem und tatsächlichem Energieverbrauch von
Gebäuden klafft oft eine große Lücke.
Ohne gute Datengrundlage lassen sich Gebäude kaum realistisch
bewerten oder effizienter betreiben.
Retrodigitalisierung und Datenverlust:
Viele wichtige Informationen zu älteren Bauwerken existieren nur
analog oder gehen nach Projektende und Personalwechsel verloren.
Gerade für Sanierung und Erhalt sind diese historischen Daten
aber oft unverzichtbar.
Datenschutz, Eigentum und Offenheit:
Gutes Datenmanagement muss sensible Informationen schützen und
trotzdem Nachnutzung ermöglichen.
Genau darin liegt eine der zentralen Herausforderungen für die
gebaute Umwelt.
Über den Gast:
Prof. Dr. Jakob Beetz leitet den Lehrstuhl für
Design Computation an der Fakultät für
Architektur der RWTH Aachen. Er forscht zur
Digitalisierung der gebauten Umwelt und dazu, wie Daten aus
Architektur, Bauwesen und Infrastruktur langfristig nutzbar und
verknüpfbar werden.
Mehr erfahren und vernetzen:
NFDI4Ing Website des Konsortiums:
https://nfdi4ing.de
Website des Lehrstuhls:
https://dc.rwth-aachen.de/
Fachbegriffe/Glossar für Shownotes
Design Computation: Design Computation
beschreibt den Einsatz digitaler Methoden, Datenmodelle und
rechnergestützter Prozesse für Planung, Entwurf, Bau und
Betrieb von Gebäuden und Infrastruktur.
FAIR Data: FAIR Data sind Forschungsdaten, die
so aufbereitet sind, dass sie auffindbar, zugänglich,
interoperabel und nachnutzbar sind.
Linked Data: Linked Data sind strukturierte
Daten, die über eindeutige Verknüpfungen mit anderen
Datensätzen verbunden sind, damit Zusammenhänge maschinenlesbar
werden.
Built Environment: Built Environment
bezeichnet die vom Menschen gestaltete gebaute Umwelt, also zum
Beispiel Gebäude, Straßen, Brücken, Tunnel und Stadträume.
SPP100+: SPP100+ steht hier für einen
Forschungskontext, in dem große und heterogene Datenbestände zu
Bauwerken zusammengeführt und ausgewertet werden, um Erhalt,
Sanierung und Planung besser zu unterstützen.
Zum Mitmachen:
Abonniere unseren Podcast und bleibe auf dem Laufenden. Hast du
Fragen oder Themenwünsche? Schreibe uns und werde Teil unserer
Daten-Community!
Kontakt: https://www.nfdi.de/kontakt/
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Warum bessere Daten Brücken und Gebäude länger nutzbar
machen
Was erwartet dich?
In dieser Folge geht es um die gebaute Umwelt – also um Gebäude,
Brücken, Straßen und andere Infrastrukturen, die unseren Alltag
tragen und gleichzeitig enorme Mengen an Energie und Material
binden. Prof. Dr. Jakob Beetz erklärt, warum ausgerechnet dieser
Bereich digital noch hinterherhinkt, obwohl hier ein enormes
Potenzial für bessere Entscheidungen, mehr Nachhaltigkeit und den
Erhalt kritischer Infrastruktur liegt. Im Zentrum stehen marode
Brücken, fehlende Daten, fragmentierte Informationsquellen und
die Frage, wie Forschungsdatenmanagement helfen kann, Schäden
früher zu erkennen, Sanierungen klüger zu planen und wertvolles
Wissen nicht zu verlieren.
Themen der Episode:
Warum Daten in der gebauten Umwelt so entscheidend
sind:
Gebäude und Infrastruktur verursachen rund ein Drittel des
Ressourcen- und Energieverbrauchs. Trotzdem werden Daten aus
Planung, Bau, Nutzung und Instandhaltung oft nicht strukturiert
erfasst oder weitergegeben.
Brücken als kritische Infrastruktur:
In Deutschland gibt es rund 70.000 Brücken, viele davon mit
ähnlichen Alters- und Materialproblemen.
Um priorisieren zu können, welche Bauwerke zuerst saniert werden
müssen, braucht es belastbare Daten aus Inspektionen, Forschung
und Betrieb.
Daten aus vielen Quellen zusammenführen:
Fotos, Gutachten, Scans, Sensordaten, Pläne und Messprotokolle
liegen meist in getrennten Silos vor.
Erst wenn diese Informationen verknüpft werden, lassen sich
Muster erkennen und bessere Entscheidungen treffen.
Building Performance Gap:
Zwischen geplantem und tatsächlichem Energieverbrauch von
Gebäuden klafft oft eine große Lücke.
Ohne gute Datengrundlage lassen sich Gebäude kaum realistisch
bewerten oder effizienter betreiben.
Retrodigitalisierung und Datenverlust:
Viele wichtige Informationen zu älteren Bauwerken existieren nur
analog oder gehen nach Projektende und Personalwechsel verloren.
Gerade für Sanierung und Erhalt sind diese historischen Daten
aber oft unverzichtbar.
Datenschutz, Eigentum und Offenheit:
Gutes Datenmanagement muss sensible Informationen schützen und
trotzdem Nachnutzung ermöglichen.
Genau darin liegt eine der zentralen Herausforderungen für die
gebaute Umwelt.
Über den Gast:
Prof. Dr. Jakob Beetz leitet den Lehrstuhl für
Design Computation an der Fakultät für
Architektur der RWTH Aachen. Er forscht zur
Digitalisierung der gebauten Umwelt und dazu, wie Daten aus
Architektur, Bauwesen und Infrastruktur langfristig nutzbar und
verknüpfbar werden.
Mehr erfahren und vernetzen:
NFDI4Ing Website des Konsortiums:
https://nfdi4ing.de
Website des Lehrstuhls:
https://dc.rwth-aachen.de/
Fachbegriffe/Glossar für Shownotes
Design Computation: Design Computation
beschreibt den Einsatz digitaler Methoden, Datenmodelle und
rechnergestützter Prozesse für Planung, Entwurf, Bau und
Betrieb von Gebäuden und Infrastruktur.
FAIR Data: FAIR Data sind Forschungsdaten, die
so aufbereitet sind, dass sie auffindbar, zugänglich,
interoperabel und nachnutzbar sind.
Linked Data: Linked Data sind strukturierte
Daten, die über eindeutige Verknüpfungen mit anderen
Datensätzen verbunden sind, damit Zusammenhänge maschinenlesbar
werden.
Built Environment: Built Environment
bezeichnet die vom Menschen gestaltete gebaute Umwelt, also zum
Beispiel Gebäude, Straßen, Brücken, Tunnel und Stadträume.
SPP100+: SPP100+ steht hier für einen
Forschungskontext, in dem große und heterogene Datenbestände zu
Bauwerken zusammengeführt und ausgewertet werden, um Erhalt,
Sanierung und Planung besser zu unterstützen.
Zum Mitmachen:
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