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Beschreibung
vor 10 Monaten
Interpreten: Pablo Ferrández, Julien Quentin, Swedish
Chamber Orchestra, Martin Fröst
Label: Sony Classical
EAN: 198028986328
Manchmal darf es auch wohlklingender Hochglanz sein, der
es zur CD der Woche auf radio klassik Stephansdom schafft. Wie
das Album Moonlight Variations des Cellisten Pablo
Ferrández.
„Nachtmusiken“ scheinen derzeit Hochsaison zu haben, wenn man an
die Nocturnes-, Serenaden- usw. CDs der vergangenen Wochen und
Monate denkt. Mit der Nacht in der Musik hat sich nun auch Pablo
Ferrández beschäftigt, und das, obwohl er laut eigener Aussage
ein ausgesprochener Morgenmensch ist. Träumerische Melodien von
Schumann, Schubert, Liszt, Debussy, Chopin, Ponce und Dvořák hat
der junge Cellist Ferrández teils in Originalbearbeitungen, teils
in Eigenarrangements mit Orchester- oder Klavierbegleitung
aufgenommen. Mit den Rokoko-Variationen von Peter Iljitsch
Tschaikowsky findet die CD aber auch einen ganz und gar nicht
nächtlichen Höhepunkt, aus musikalischer Sicht aber völlig
irrelevant…
„Einer der Gründe, weshalb ich so gerne Lieder spiele, ist, dass
wir mit dem Cello immer zu singen versuchen.“ So wird Pablo
Ferrández im Beiheft der CD zitiert und genau das gelingt ihm
auch in den unterschiedlichen Bearbeitungen auf dieser CD. Schon
bei Rusalkas Lied an den Mond zur Eröffnung oder auch Schuberts
Nacht und Träume. „Heil’ge Nacht, du sinkest nieder; Nieder
wallen auch die Träume, wie dein Mondlicht durch die Räume, durch
der Menschen stille Brust.“ Da ist er wieder, der Mond. Schumanns
Träumerei oder der dritte Liebestraum von Liszt fügen sich
genauso ins Spektrum und erhellen den musikalischen Nachthimmel,
wie der kleine Stern Estrellita des mexikanischen Komponisten
Manuel Ponce. Selten genug, dass das Hauptwerk einer CD, wie hier
die Rokoko-Variationen von Tschaikowsky, zur Zugabe mutiert.
Makellos und musikantisch gelingen die sieben Variationen auf ein
Rokoko-Thema, wobei auch das Schwedische Kammerorchester unter
Martin Fröst seinen Anteil daran hat. Aufmerksam wie die
sprichwörtlichen Haftlmacher begleiten die Musikerinnen und
Musiker und legen so ein Fundament, auf dem es sich wunderbar
solieren lässt! Das Finale ist dabei ein feingezeichnetes
Feuerwerk, bei dem sich Orchester- und Solostimme herrlich
ineinander verschränken. (mg)
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