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Beschreibung
vor 10 Monaten
Interpreten: Amanda Forsythe, Opera Prima, Cristiano
Contadin
Label: cpo
EAN: 761203561629
Die amerikanische Sopranistin Amanda Forsythe haben wir
bisher meist zusammen mit Boston early Music Group kennengelernt.
Nun ist sie mit dem klein besetzten Ensemble Opera Prima mit
Werken von Händel zu erleben und interpretiert diese unheimlich
gut und spannend, wie Michael Gmasz findet.
Anfang des 18. Jahrhunderts hat Georg Friedrich Händel, alias „Il
Sassone“, vier Jahre auf einer Studienreise in Italien verbracht.
Neben zwei Opern, Rodrigo (November 1707) in Florenz und
Agrippina (Dezember 1709) in Venedig, hat er sich in Sachen
Vokalmusik in dieser Zeit vorwiegend mit Kantatenkompositionen
beschäftigt, von denen knappe 100 überliefert sind. Zwei davon,
Armida abbandonata und Agrippina condotta a morire, sowie
Ausschnitte aus dem Oratorium Il Trionfo del tempo e del
disinganno hat Amanda Forsythe nun für ihr neues Solo-Album
ausgewählt. Opera Prima präsentiert sich dazwischen mit zwei
Instrumentalintermezzi, natürlich auch von Händel und, zumindest
was die Sinfonia in B-Dur HWV 339 betrifft, auch aus Rom.
Amanda Forsythe gestaltet die beiden Solokantaten mit einer
berührenden Intensität und Leidenschaft. Das solistisch besetzte
Ensemble Opera Prima mit Cristiano Contadin ist ihr dabei eine
hervorragende Stütze, ob auf stürmischer See (Armida) oder auf
dem Leidensweg zum Tod (Agrippina). Amanda Forsythes Stimme ist
enorm wandelbar, wie sie auch bei den ausgewählten Arien aus dem
Oratorium Il Trionfo kunstvoll beweist. Halsbrecherische
Koloraturen im Duett mit dem Geiger Federico Guglielmo in Un
pensiero nemica di pace perlen nur so dahin, als ob es zu den
einfachsten Übungen gehören würde, so zu singen. Lascia la spina,
später als Lacia ch’io pianga zu einer der berühmtesten Händel
Arien überhaupt geworden, ist hier nicht als Klagelied sondern
eher auf der flotteren Seite angelegt, wird im Oratorium aber
auch vom allegorischen Vergnügen, Piacere, gesungen. Vom
leidenden Pianissimo bis zum ausbrechenden Furioso, Amanda
Forsythe beherrscht ihr Fach, und bleibt dabei immer klangschön.
(mg)
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