Identitätsburnout - Wer bin ich eigentlich? - Wenn nur die Maske übrig ist

Identitätsburnout - Wer bin ich eigentlich? - Wenn nur die Maske übrig ist

vor 6 Tagen
Die Episode beleuchtet die Frage der wahren Identität im Kontext von Neurodivergenz, insbesondere ADHS und Autismus, und fordert dazu auf, gesellschaftliche Erwartungen zu hinterfragen und Selbstakzeptanz zu finden.
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Beschreibung

vor 6 Tagen
In dieser Episode erforsche ich die Frage: Wer bin ich eigentlich?
Mein Name ist Matthias Küfner, und ich widme mich dem
tiefgreifenden Thema der Identität im Kontext von Neurodivergenz.
Oft identifizieren wir uns mit unseren Namen, Titeln oder sozialen
Rollen, doch sind diese oberflächlichen Aspekte wirklich das, was
uns ausmacht? Ich lade die Zuhörer ein, ihre Überlegungen zu
vertiefen und sich die Fragen zu stellen, die in einer Welt, die
auf funktionale Rollen und gesellschaftliche Erwartungen basiert,
oft unbeantwortet bleiben. Besonders spannend wird es, wenn wir
Neurodivergenz – wie ADHS, Autismus, Hochsensibilität und andere
Formen – in die Diskussion einbeziehen. Warum ist es wichtig,
darüber zu sprechen? Ich beleuchte, wie unser Selbstverständnis und
unsere Rolle in der Gesellschaft konstruiert sind und hinterfrage
die Annahme, dass jeder von uns als ein Rädchen im Getriebe
fungieren muss, um seine Existenz zu rechtfertigen. Wir betrachten,
wie sich unsere Identität in einer leistungsorientierten
Gesellschaft entwickelt, in der oft nur das äußere Erscheinungsbild
zählt: Wo passt das „Zahnrad“ in die Maschinerie, die unsere
Gesellschaft antreibt? Ich ziehe Parallelen zur Lebensweise der
Wildbeuter, deren soziale Strukturen und zwischenmenschlichen
Erwartungen häufig eine andere Dynamik aufweisen. Es war eine Zeit,
in der gemeinschaftliches Verantwortungsgefühl und der Wunsch nach
gegenseitiger Unterstützung im Vordergrund standen – fern ab von
den gnadenlosen Hierarchien und den Machtspielen, die heute im
Berufsleben vorherrschen. Ein zentraler Punkt meiner Argumentation
ist, dass neurodivergente Menschen oft in diesen strengen,
funktionalen Rahmenbedingungen Schwierigkeiten haben, ihre eigene
Identität zu finden und sich wertgeschätzt zu fühlen. Ich
untersuche, wie diese gesellschaftlichen Erwartungen uns in einen
Zustand der Überanpassung führen und welch tiefgreifende Sinnkrisen
daraus entstehen können, wenn die äußeren Hüllen unserer Identität
zerfallen. Wir könnten uns fragen: Was bleibt von uns, wenn wir
alle Masken ablegen und uns nur noch als das vorstellen, was wir
wirklich sind, jenseits der Erwartungen und Rollenkonstrukte?
Darüber hinaus beleuchte ich das Konzept des Identitäts-Burnouts,
das häufig bei neurodivergenten Menschen auftritt. Dieses Phänomen
beschreibt den Zusammenbruch innerer Identitätsstrukturen, wenn
äußere Anforderungen nicht mit dem inneren Selbst in Einklang zu
bringen sind. Dazu gehört auch, wie wichtig die Rückmeldungen von
Mitmenschen für unser Selbstbild sind und wie deren Fehlen uns in
einer tiefen Sinnkrise zurücklassen kann. In dieser Episode
ermutige ich dazu, kritisch über die eigene Identität nachzudenken,
zu erforschen, was uns wirklich ausmacht und welche Werte für uns
von Bedeutung sind. Ich lade zur Reflexion ein und hoffe, dass
jeder Zuhörer sich auf den manchmal herausfordernden, aber
lohnenden Weg begibt, seine eigene Identität zu entdecken und
anzunehmen, wie man wirklich ist – ohne Masken, Rollen oder
gesellschaftliche Erwartungen.

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