«Warum brauchen wir Gendermedizin?» | Prof. Dr. med. Carolin Lerchenmüller & Prof. Dr. Flurin Condrau

«Warum brauchen wir Gendermedizin?» | Prof. Dr. med. Carolin Lerchenmüller & Prof. Dr. Flurin Condrau

vor 1 Woche
Mit Bigna Silberschmidt
40 Minuten
Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 1 Woche
Gendermedizin – kaum jemand auf der Strasse kennt den Begriff. Und
wer ihn kennt, denkt oft an gesellschaftliche Debatten ums Gendern.
Dabei geht es um etwas ganz anderes: um bessere Medizin für alle.
Denn Herzinfarkte, Depressionen, Osteoporose – sie äussern sich bei
Frauen und Männern oft grundlegend anders. Wer das nicht weiss,
diagnostiziert zu spät, behandelt falsch. Das kann Leben kosten. In
dieser ersten Folge erklärt Carolin Lerchenmüller, Kardiologin und
Inhaberin des ersten Schweizer Lehrstuhls für Gendermedizin an der
Universität Zürich, was der Begriff wirklich bedeutet – und warum
er so oft missverstanden wird. Flurin Condrau, Professor für
Medizingeschichte an der Universität Zürich, zeigt, wie es dazu
kam, dass der männliche Körper zur medizinischen Norm wurde: eine
Entwicklung, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht und bis heute
nachwirkt. Ein Gespräch über hartnäckige Wissenslücken, historische
Weichenstellungen – und darüber, warum mehr Gendermedizin nicht nur
Frauen, sondern generell allen Menschen nützt.
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