Kleiderflut: die EU reagiert hilflos auf Chinas «Fast Fashion»

Kleiderflut: die EU reagiert hilflos auf Chinas «Fast Fashion»

vor 1 Woche
In der EU besteht die Pflicht, Altkleider zu sammeln. Die Flut von billigen Textilien aus China macht das Recycling unrentabel.
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International

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vor 1 Woche
In der EU besteht die Pflicht, Altkleider zu sammeln. Die Flut von
billigen Textilien aus China macht das Recycling unrentabel.
Textilien in Altkleider-Container zu werfen, scheint
umweltfreundlich. Doch die Realität ist ernüchternd: Pro Jahr
entsorgt jede Person in der Europäischen Union im Schnitt 16
Kilogramm Textilien, aber nur 15 Prozent davon werden gesammelt –
trotz gesetzlicher Pflicht. Die Niederlande sind mit einer
Sammelquote von 50 Prozent führend, aber selbst dort brechen die
Preise für Altkleider ein. Das gefährdet soziale Projekte, die
durch den Verkauf finanziert werden. Das Unternehmen «Sympany»
versucht durch Automatisierung die Kosten um 80 Prozent zu senken,
doch Billigkleider aus China (v. a. von Shein und Temu) überfluten
den Markt. Diese minderwertigen, synthetischen Kleidungsstücke sind
oft nicht recyclebar und landen im Müll. Die Kosten trägt die
Entsorgungsbranche, während die Preise für Alttextilien weiter
fallen. Die EU findet keine Antwort auf die Billigstkultur. Der
Boom von «Ultra-Fast-Fashion» untergräbt das Recycling-System und
verschärft die Krise. Nur wenn keine Anreize zur Überproduktion
mehr bestehen, kann sich das ändern.

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