31 – Simone und Timo: Wenn Gewalt und Missbrauchsmuster über Generationen weiterwirken
vor 2 Wochen
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In dieser Folge von Salziger Pudding besprechen Aline Strutz und
Dr. Sebastian Bartoschek einen Fall aus dem Jahr 2015 rund um die
Geschwister Simone und Timo. Ausgangspunkt sind wiederholte
Meldungen des Kindergartens wegen körperlicher Übergriffe des
Kindesvaters auf die Kinder. Im Verlauf des Verfahrens zeigt sich
jedoch, dass die Problemlage weit über Erziehungsunsicherheit und
Gewalt im Elternhaus hinausgeht. Immer deutlicher tritt ein
hochbelastetes Familiensystem zutage, in dem sich schwere
traumatische Erfahrungen, mangelnde Reflexionsfähigkeit der
Eltern und Hinweise auf sexualisierte Grenzverletzungen über
Generationen hinweg zu verdichten scheinen.
Besonders erschütternd ist, dass die Kindesmutter in ihrer
eigenen Kindheit über einen längeren Zeitraum von ihren Brüdern
sexuell missbraucht wurde, ein Bruder später verurteilt wurde und
dennoch weiterhin Kontakt zu den Kindern bestand. Die Folge
diskutiert, wie ein Familiensystem Gefährdungen normalisieren
kann, wie schwer es sein kann, Täter- und Opferrollen innerhalb
solcher Strukturen überhaupt noch zu erkennen, und was das für
den Schutz von Kindern bedeutet. Zugleich wird thematisiert, wie
sich die Belastungen bei Simone und Timo in auffälligem Verhalten
zeigen und weshalb letztlich eine Fremdunterbringung notwendig
wurde.
Am Ende steht die Frage, ob und wie sich transgenerationale
Muster von Gewalt und sexualisierten Grenzverletzungen
fortsetzen, welche Schutzmechanismen Kinder wirklich brauchen und
ob Hoffnung auf eine positive Entwicklung ausreicht oder ob der
Blick stärker auf Wahrscheinlichkeiten und Risikomanagement
gerichtet sein muss.
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