Ulrich von Kirchbach über Rathaus, Boxring und seinen Kampf gegen den Krebs

Ulrich von Kirchbach über Rathaus, Boxring und seinen Kampf gegen den Krebs

vor 12 Stunden
Freiburgs scheidender Kulturbürgermeister über Arbeitsbelastung, Abschied und seine OB-Kandidatur
44 Minuten
Podcast
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Beschreibung

vor 12 Stunden
Er ist mit 24 Jahren der mit Abstand dienstälteste Freiburger
Bürgermeister: Mit 70 geht Ulrich von Kirchbach nun in den
Ruhestand. In der Stadt genießt der Kulturbürgermeister hohe
Wertschätzung. Wie er sich fühlt, wenn er jetzt auf seiner
Abschiedstournee so viel Zuneigung spürt, das erzählt er in einer
sehr persönlichen Podcastfolge von „BZ am Ohr“. Er blickt zurück
auf seine Jugendjahre in Ostfildern nahe der Landeshauptstadt
Stuttgart. Er findet schon, dass er schwäbischen Tugenden wie den
Fleiß in Südbaden eingesetzt hat. Er hat sich an die badischen
Neckereien im Laufe der Jahrzehnte gewöhnt und erzählt drum selbst
auch seinen Lieblingsschwabenwitz. Und er erzählt auch, wie er noch
zu Studentenzeiten in Tübingen, einen schweren Feuerunfall beim
Grillen mit schweren Verbrennungen überlebt hat, was auch seine
Sicht aufs Leben veränderte. Nach einer Tätigkeit als Dezernent im
Landkreis Rastatt ist der Jurist dann 2002 zum neuen Sozial- und
Kulturbürgermeister von Freiburg gewählt worden. Er berichtet, wie
ihn das Langzeitprojekt der Sanierung des Augustinermuseums durch
die ganze Amtszeit begleitet hat. Er beleuchtet in der Rückschau
die Freiburger Anstrengungen in der Flüchtlingskrise samt den
Anfeindungen, die er einstecken musste. Denkwürdig verlief einst
auch der Premierenabend der von ihm miterfundenen „Säule der
Toleranz“ auf dem Augustinerplatz. 70-Stunden-Arbeitswochen waren
für ihn Standard - auch als seine Kinder noch klein waren. Und dann
gab es auch noch die OB-Wahl im Jahr 2010, als von Kirchbach gegen
seinen damaligen Chef Dieter Salomon antrat. Während des Wahlkampfs
stieg von Kirchbach sogar als Kämpfer in den Boxring. Gefightet hat
er auch im letzten Jahr seiner Amtszeit, nachdem bei ihm eine
Krebserkrankung diagnostiziert wurde. Trotz schwerer Chemo
arbeitete der Bürgermeister einfach weiter.
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