#20 2026 Wie politisch ist der Song Contest? - mit Alkis Vlassakakis und Marco Schreuder

#20 2026 Wie politisch ist der Song Contest? - mit Alkis Vlassakakis und Marco Schreuder

vor 2 Wochen
Stefan Lassnig spricht mit den Hosts des Song Contest-Podcasts „Merci Chérie“ Alkis Vlassakakis und Marco Schreuder darüber, wie sehr der Eurovision Song Contest seit 1956 ein politischer Spiegel Europas ist – vom Kalten Krieg über Jugoslawienkrieg und Uk
1 Stunde 23 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Wochen

In dieser Folge von „Ganz offen gesagt“ diskutiert Stefan Lassnig
mit den Hosts des Song Contest-Podcasts "Merci Chérie", Alkis
Vlassakakis und Marco Schreuder, wie der Eurovision Song Contest
von einer technischen Fernsehexperimentierbühne zu einem
hochpolitischen europäischen Großereignis wurde.
 Anhand der
ESC-Geschichte von den 1950er-Jahren bis heute zeigen sie, wie
sich Kalter Krieg, Prager Frühling, Zypern-Konflikt,
Jugoslawienkrieg, russische Angriffe auf Georgien und die
Ukraine, sowie der Gaza-Krieg im Wettbewerb und in den
Teilnahmeentscheidungen der Länder niederschlagen.
 Die Gäste
erklären, warum der ESC offiziell „unpolitisch“ bleiben muss,
aber in Wahrheit ständig von Weltpolitik, Boykotten, Senderregeln
und medienpolitischen Entscheidungen der EBU beeinflusst wird –
etwa beim Ausschluss Russlands und Belarus oder beim Umgang mit
Libanon und China. 
Großen Raum nimmt die queere Geschichte des
ESC ein: von früh queercodierten Chansons wie „Nous les amoureux“
über Drag-Momente, AIDS-Stille und Life Ball bis zu Páll Óskar,
Dana International, Marija Šerifović, Conchita Wurst und der
Ausstellung „United by Queerness“ in Wien.
 Sie sprechen über ESC
als „Familienshow“ und queeren Safe Space, über Voting-Blöcke,
kulturelle Märkte und nationale Rivalitäten, die mehr mit
Popkultur als mit „Freunderlwirtschaft“ zu tun haben, und
darüber, wie Social Media und TikTok das ESC-Publikum verjüngt
haben.
 Die Runde diskutiert das Spannungsfeld zwischen Inklusion
und Ausschluss: Soll man autoritäre Staaten und homofeindliche
Regime aus Prinzip ausschließen oder sie gerade über den ESC mit
queerer Sichtbarkeit und kulturellem Austausch konfrontieren?

Zum Schluss verraten Alkis und Marco ihre Favoriten für Wien –
mit Siegchancen für Finnland, persönlichen Sympathien für
Griechenland und einem soliden Platz im oberen Mittelfeld für
Österreichs „Cosmó“ – und empfehlen ESC-Fans ihren Podcast „Merci
Chérie“ und die Ausstellung „United by Queerness“ als Vertiefung.


Links zur Folge:


Podcast "Merci Chérie"


Ausstellung "United by Queerness"


Buch "Postwar Europe and the Eurovision Song Contest" von Dejan
Vuletic (Amazon)


Podcastempfehlung der Woche:


"Braune Kinderzimmer"


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