Umstrittene chinesische Investitionen in Ungarn
vor 2 Wochen
Unter Viktor Orban hat sich Ungarn bewusst gegenüber China
geöffnet. Mit Erfolg: Kein anderes Land in der EU erhält so viele
chinesische Investitionen. Chinesische Firmen bauen Fabriken für
Batterien und E-Autos. Doch viele fürchten Umweltschäden und ...
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Beschreibung
vor 2 Wochen
Unter Viktor Orban hat sich Ungarn bewusst gegenüber China
geöffnet. Mit Erfolg: Kein anderes Land in der EU erhält so viele
chinesische Investitionen. Chinesische Firmen bauen Fabriken für
Batterien und E-Autos. Doch viele fürchten Umweltschäden und eine
ökonomische Sackgasse. Das Dorf Mikepercs wäre eigentlich eine
Idylle. Doch hier baut eine chinesische Firma gleich mehrere
Batteriefabriken. Anwohnerin Eva Komza fürchtet sich vor
Umweltschäden. Eine bereits eröffnete Fabrik, ebenfalls von einer
chinesischen Firma betrieben, hat den Dorfbach verschmutzt. Die
Lokalen Behörden ignorierten die Umweltschäden allerdings lange
Zeit. Eva Komza ist daher überzeugt: «Die Behörden arbeiten nicht
für uns, sondern für die internationalen Firmen». Weitere Beispiele
ausländischer Firmen, die jahrelang für schwere Umweltschäden
verursachten, nähren das Misstrauen in der Bevölkerung. Hinzu kommt
der hohe Wassert- und Stromverbrauch der Produktion in einem Land,
das zunehmend mit Wasserknappheit zu kämpfen hat und von
ausländischer Energie abhängig ist. Doch auch Wirtschaftsexperten
und -expertinnen sind skeptisch. Die Produkte, welche die Fabriken
herstellen, werden in Ungarn nur zusammengesetzt. Die Einzelteile,
und damit auch ein Grossteil der Wertschöpfung, kommen aus China.
Ein Wissenstransfer findet kaum statt. Ungarns Wirtschaft
profitiere daher langfristig nicht davon, sondern begehbe sich nur
in weitere Abhängigkeiten. Das Misstrauen gegenüber der Regierung,
das sich am Beispiel der chinesischen Fabriken zeigt, spiegelt sich
auch in den Umfragewerten nieder. Langzeit Premierminister Orban
liegt hinter Oppositionsführer Peter Magyar zurück. Die von den
Fabriken ausgelösten Umweltprobleme sind Teil des Wahlkampfes für
die Wahlen im April, die Victor Orban nach 16 Jahren das Amt kosten
könnten.
geöffnet. Mit Erfolg: Kein anderes Land in der EU erhält so viele
chinesische Investitionen. Chinesische Firmen bauen Fabriken für
Batterien und E-Autos. Doch viele fürchten Umweltschäden und eine
ökonomische Sackgasse. Das Dorf Mikepercs wäre eigentlich eine
Idylle. Doch hier baut eine chinesische Firma gleich mehrere
Batteriefabriken. Anwohnerin Eva Komza fürchtet sich vor
Umweltschäden. Eine bereits eröffnete Fabrik, ebenfalls von einer
chinesischen Firma betrieben, hat den Dorfbach verschmutzt. Die
Lokalen Behörden ignorierten die Umweltschäden allerdings lange
Zeit. Eva Komza ist daher überzeugt: «Die Behörden arbeiten nicht
für uns, sondern für die internationalen Firmen». Weitere Beispiele
ausländischer Firmen, die jahrelang für schwere Umweltschäden
verursachten, nähren das Misstrauen in der Bevölkerung. Hinzu kommt
der hohe Wassert- und Stromverbrauch der Produktion in einem Land,
das zunehmend mit Wasserknappheit zu kämpfen hat und von
ausländischer Energie abhängig ist. Doch auch Wirtschaftsexperten
und -expertinnen sind skeptisch. Die Produkte, welche die Fabriken
herstellen, werden in Ungarn nur zusammengesetzt. Die Einzelteile,
und damit auch ein Grossteil der Wertschöpfung, kommen aus China.
Ein Wissenstransfer findet kaum statt. Ungarns Wirtschaft
profitiere daher langfristig nicht davon, sondern begehbe sich nur
in weitere Abhängigkeiten. Das Misstrauen gegenüber der Regierung,
das sich am Beispiel der chinesischen Fabriken zeigt, spiegelt sich
auch in den Umfragewerten nieder. Langzeit Premierminister Orban
liegt hinter Oppositionsführer Peter Magyar zurück. Die von den
Fabriken ausgelösten Umweltprobleme sind Teil des Wahlkampfes für
die Wahlen im April, die Victor Orban nach 16 Jahren das Amt kosten
könnten.
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