Immobiléros - Der Podcast für die Immobilienszene: Norbert Hermanns, Landmarken AG: „Wenn wir weiter regulieren, wird Wohnen nicht günstiger, sondern unmöglich"

Immobiléros - Der Podcast für die Immobilienszene: Norbert Hermanns, Landmarken AG: „Wenn wir weiter regulieren, wird Wohnen nicht günstiger, sondern unmöglich"

Über die Wohndebatte, Normen, Klientelpolitik, staatliche Handlungsfähigkeit und die neue Assetklasse EPIX Spaces
45 Minuten

Beschreibung

vor 2 Tagen
„Es ist keine Raketenwissenschaft: 5.000 Euro Baukosten mal fünf
Prozent Rendite, das sind über 20 Euro Miete.“ So nüchtern rechnet
Norbert Hermanns, Aufsichtsratsvorsitzender der Landmarken AG, die
Wohnungsdebatte herunter und stellt damit die politische Logik
gleich mit infrage. Wir sprechen über Baukostensteigerungen, über
Normen, die Wohnungen verteuern, ohne sie besser zu machen. Also
Dreifachverglasung oder Brandschutz. Wie sagt Norbert so schön:
„Das Feuer ist nicht anders geworden.“ Es geht um immer neue
Standards, die „außer Kontrolle geraten“ sind. Wir reden über den
Bauturbo zwischen erstem Genehmigungsfall und administrativer
Vollbremsung. Und über Mietpreisbremsen sowie die
Vergesellschaftungsdebatte in Berlin. Dabei fällt der Satz: „Wenn
wir weiter regulieren wie in den letzten zehn Jahren, wird Wohnen
nicht günstiger, sondern unmöglich.“ Also fordert Norbert – wie
schon so oft – die Rückkehr zu den Standards von 2015. Möge er
gehört werden. Zudem kritisiert er die Klientelpolitik, spricht
über eine Branche, die sich für ihn zu schnell über Politik beklagt
und zu selten die eigenen Strukturen hinterfragt. Und er stellt die
viel bedeutendere Frage: Ist der Staat überhaupt noch
handlungsfähig, wenn selbst kleine Korrekturen Jahre dauern? Und es
geht um die strategische Neuausrichtung von Landmarken, ein
Unternehmen, das sich nie als reiner Büro- oder Wohnbauer
verstanden hat, sondern als kreativwirtschaftlicher Akteur mit
Baukompetenz. Da wundert es kaum, dass Norbert etwas Neues
präsentiert, nämlich eine neue Assetklasse. Nicht mehr und nicht
weniger. Unter dem Namen EPIX Spaces, den wollte er im Podcast noch
nicht verraten, sollen nun Orte entstehen, die Sport, Gesundheit
und Gemeinschaft als festen Bestandteil von Quartiersentwicklung
begreifen. Zehn solcher Standorte plant Landmarken bis 2032.

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