Warum schauen Autisten oft nicht in die Augen?
Blickkontakt zwischen Gehirn, Stress und gesellschaftlichen
Erwartungen
12 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 4 Tagen
„Schau mir in die Augen, wenn ich mit dir redest.“ Ein Satz, den
viele Menschen aus ihrer Kindheit kennen. Für viele gilt
Blickkontakt als Zeichen von Aufmerksamkeit, Respekt oder
Ehrlichkeit. Doch für viele autistische Menschen fühlt sich
Blickkontakt ganz anders an. Manchmal unangenehm. Manchmal
stressig. Manchmal einfach unnatürlich. In dieser Folge spreche ich
zuerst aus meiner persönlichen Perspektive darüber, wie sich
Blickkontakt für mich anfühlt. Warum ich manchmal Menschen ansehen
kann und manchmal nicht. Und welche Strategien ich im Alltag nutze,
damit Gespräche trotzdem für beide Seiten angenehm bleiben. Im
zweiten Teil schauen wir uns den fachlichen Hintergrund an. Was
sagt die Forschung über Blickkontakt im Autismus-Spektrum? Welche
neurologischen Prozesse spielen eine Rolle? Warum kann direkter
Blick in die Augen für manche Autisten Stress auslösen? Und warum
ist Blickkontakt eigentlich auch eine gesellschaftliche Erwartung,
die wir als Kinder lernen? Eine Folge über Missverständnisse,
Neurologie und darüber, warum Zuhören nicht immer über die Augen
funktioniert. Quellen und Studien zum Thema: Dalton et al. (2005)
Gaze fixation and the neural circuitry of face processing in autism
https://doi.org/10.1038/nn1421 Senju & Johnson (2009) The eye
contact effect: mechanisms and development
https://doi.org/10.1016/j.tics.2009.01.008 Kliemann et al. (2012)
Atypical reflexive gaze patterns on emotional faces in autism
spectrum disorders https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.4681-11.2012
Trevisan et al. (2017) Autistic traits and physiological responses
to eye contact https://doi.org/10.1038/s41598-017-03352-5
Livingston & Happé (2017) Compensation in autism spectrum
disorder https://doi.org/10.1016/j.neubiorev.2017.01.007
viele Menschen aus ihrer Kindheit kennen. Für viele gilt
Blickkontakt als Zeichen von Aufmerksamkeit, Respekt oder
Ehrlichkeit. Doch für viele autistische Menschen fühlt sich
Blickkontakt ganz anders an. Manchmal unangenehm. Manchmal
stressig. Manchmal einfach unnatürlich. In dieser Folge spreche ich
zuerst aus meiner persönlichen Perspektive darüber, wie sich
Blickkontakt für mich anfühlt. Warum ich manchmal Menschen ansehen
kann und manchmal nicht. Und welche Strategien ich im Alltag nutze,
damit Gespräche trotzdem für beide Seiten angenehm bleiben. Im
zweiten Teil schauen wir uns den fachlichen Hintergrund an. Was
sagt die Forschung über Blickkontakt im Autismus-Spektrum? Welche
neurologischen Prozesse spielen eine Rolle? Warum kann direkter
Blick in die Augen für manche Autisten Stress auslösen? Und warum
ist Blickkontakt eigentlich auch eine gesellschaftliche Erwartung,
die wir als Kinder lernen? Eine Folge über Missverständnisse,
Neurologie und darüber, warum Zuhören nicht immer über die Augen
funktioniert. Quellen und Studien zum Thema: Dalton et al. (2005)
Gaze fixation and the neural circuitry of face processing in autism
https://doi.org/10.1038/nn1421 Senju & Johnson (2009) The eye
contact effect: mechanisms and development
https://doi.org/10.1016/j.tics.2009.01.008 Kliemann et al. (2012)
Atypical reflexive gaze patterns on emotional faces in autism
spectrum disorders https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.4681-11.2012
Trevisan et al. (2017) Autistic traits and physiological responses
to eye contact https://doi.org/10.1038/s41598-017-03352-5
Livingston & Happé (2017) Compensation in autism spectrum
disorder https://doi.org/10.1016/j.neubiorev.2017.01.007
Weitere Episoden
12 Minuten
vor 1 Woche
15 Minuten
vor 2 Wochen
17 Minuten
vor 3 Wochen
16 Minuten
vor 1 Monat
11 Minuten
vor 1 Monat
In Podcasts werben
Kommentare (0)